Käthe Kollwitz - Lotte. Rückseitig: Mutter, die ihr Kind nährt

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Käthe Kollwitz

Lotte. Rückseitig: Mutter, die ihr Kind nährt
Um 1928-1930

Farbkreidezeichnung 45,3 x 60 cm, Unten rechts signiert und bezeichnet Kollwitz Lotte. - Mit Reißnagellöchern in den Ecken, einem fachmännisch restaurierten Einriß im rechten Rand (4 cm) sowie einer vertikalen Falte und leichter Knitterung im linken Rand.

Die dargestellte Tochter des Malers Otto Nagel starb mit knapp 15 Jahren 1930. Käthe Kollwitz hat sie in mehreren Zeichnungen festgehalten (Nagel/Timm Nrn. 1170-1173 sowie 1175 und 1176), von denen die vorliegenden Skizzen die größte Porträtähnlichkeit und Intensität des Gesichtsausdrucks besitzen.
Das Motiv der stillenden Mutter auf der Rückseite des Blattes kehrt häufig im Werk der Künstlerin wieder. Nicht nur dieses psychologische Moment der Mutterschaft, mehr noch die innige Beziehung zwischen Mutter und Kind und die Unbeholfenheit und Schutzbedürftigkeit des jungen Lebens haben sie immer wieder fasziniert und, wo sich nur eine Gelegenheit ergab, sofort zur zeichnerischen Gestaltung gedrängt. Das sonst so traurige, oft tragische Werk der Käthe Kollwitz, die als Frau eines Armenarztes im Berliner Norden lebte, hat hier einen seiner wesentlichsten Gegenpole.

Werkverzeichnis

Nagel / Timm 1175 und 1177

Provenienz

Sammlung Ahle, Karlsthal; bergische Privatsammlung

Lot 212 D

Schätzpreis:
20.000 € - 30.000 €

Ergebnis:
34.510 €