Emil Nolde - Rote Dahlienblüten und Feuerlilien

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Emil Nolde

Rote Dahlienblüten und Feuerlilien
Um 1925

Aquarell 45,5/46,3 x 34,2/34,6 cm

Von Kindheit an war Emil Nolde eng mit der Natur verbunden. Dieses innige Verhältnis hat ihn tief geprägt und sein künstlerisches Schaffen nachhaltig beeinflusst. Überall, wo er sich niedergelassen hat, legte er prächtige Blumengärten an, so auch um sein Wohn- und Atelierhaus Seebüll an der nordfriesischen Küste. Seit 1906 malte Nolde immer wieder virtuose Blumen- und Gartenbilder, die meist unmittelbar vor der Natur entstanden. Er war fasziniert von den reinen Farben blühender Blumen. Durch sie inspiriert fand er zur Farbe als seinem eigentlichen Ausdrucksmittel. Bis ins hohe Alter hat Nolde Blumenaquarelle angefertigt. Sie stehen seinem übrigen Werk in künstlerischem Rang keineswegs nach.
Unser Stilleben „Rote Dahlienblüten und Feuerlilien“ weist eine großzügig gestaltete, rhythmisch gegliederte Bildorganisation auf. Durch die komplementäre Verbindung von Rot und Grün wird die Leuchtkraft der Farben gesteigert. Stilistisch wird vermutet, dass dieses prachtvolle, mit lockerer Hand gemalte Aquarell Mitte der 1920er Jahre, noch vor dem Umzug nach Seebüll entstand. Haus und Garten, in dem sich heute die "Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde" inklusive seinem künstlerischen Nachlass befindet, hatte Nolde von 1927 bis 1937 nach eigenen Entwürfen errichtet. Bezogen haben Emil und Ada Nolde ihr neues Anwesen im Jahr 1930.

Lot 22 der Abendauktion am 3. Dez. 2010, 19 Uhr

Zertifikat

Mit einer Fotoexpertise von Manfred Reuther, Ada und Emil Nolde Stiftung, Seebüll, vom 20. Oktober 2010

Provenienz

Ehemals Rheinische Privatsammlung

Lot 22 D

Schätzpreis:
100.000 € - 120.000 €

Ergebnis:
126.000 €