Christian Rohlfs - Rote Cannas

Christian Rohlfs - Rote Cannas - image-1
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Christian Rohlfs

Rote Cannas
1933

Wassertempera und Farbkreide 78,4 x 58,1 cm

Seit 1927 verbrachte Rohlfs jährlich die Zeit von März bis November in dem bei vielen Künstlern beliebten Tessiner Kurort Ascona. Hier bewohnte er von 1929 an die 'Casa Margot' direkt am Ufer des Lago Maggiore, wo eine Vielzahl farblich reizvoller Blumenbilder entstand. Der Künstler war damals bereits überaus erfolgreich, was sich nicht nur in zahlreichen Ausstellungen, sondern auch in der Errichtung des "Christian-Rohlfs-Museums" 1930 in Hagen widerspiegelte. Das Blatt „Rote Cannas“ weist eine lichte Immaterialität auf, was auf die bewährte, unkonventionelle Maltechnik des Künstlers zurückzuführen ist: Der primäre Farbauftrag auf dem schweren, zuvor nicht angefeuchteten italienischen Büttenpapier war ziemlich trocken. In einem zweiten Schaffensgang wurde die Farbe feucht durch Tücher, Bürsten und feste Pinsel schraffierend oder kratzend überarbeitet, um somit Transparenz und Leichtigkeit zu erreichen. Die in Chromoxydgrün gehaltenen Blütenblätter sind nur noch als Hauch von Farbe festgehalten. Rohlfs ließ den Papiergrund als Licht gebendes, schimmerndes Farbelement mitwirken. Dabei ging es ihm primär um die Verlebendigung der Malfläche und somit um das sinnlich-emotionale Wahrnehmungserlebnis.

Werkverzeichnis

Vogt 33/40

Provenienz

Vom Vorbesitzer direkt aus dem Nachlass des Künstlers erworben (1974)

Lot 234 D

Schätzpreis:
30.000 € - 35.000 €

Ergebnis:
32.670 €