Eduard Hildebrandt

Geburtsdatum/-ort

9. September 1818 in Danzig

Todestag/-ort

25. Oktober 1868 in Berlin

Eduard Hildebrandt - Südliche Küstenansicht (Madeira?)
Eduard Hildebrandt - Südliche Küstenansicht (Madeira?)

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Eduard Hildebrandt Biografie

Eduard Hildebrandt begeisterte seine Zeitgenossen mit den Wundern der Welt, denen er auf seinen Reisen begegnete und die er mit großer Kunstfertigkeit in lebendigen Bildern vermittelte. Der Schriftsteller Theodor Fontane feierte den deutschen Maler als einen genialen Künstler, dessen Umgang mit Pinsel und Palette an das virtuose Klavierspiel von Franz Liszt erinnere.

Eduard Hildebrandt - Ausbildung bei Wilhelm Krause und Eugène Isabey

Eduard Hildebrandt wurde am 9. September 1818 in Danzig geboren. Wie sein um ein Jahr jüngerer Bruder, der Marinemaler Fritz Hildebrandt, erhielt auch Eduard Hildebrandt den grundlegenden Malunterricht bei seinem Vater. Die Begeisterung für die Kunst führte ihn im Alter von 20 Jahren nach Berlin, wo er seine Kenntnisse in den Werkstätten verschiedener Maler erweiterte. Während eines Besuchs auf der Insel Rügen erkor er die deutsche Ostseeküste als ein bevorzugtes Motiv, das er auf vielfältige Weise darstellte. Schließlich fand er in Berlin eine feste Anstellung bei dem Landschafts- und Marinemaler Wilhelm Krause, der mit seinem Schüler die Vorliebe für maritime Sujets teilte. Im Jahr 1839 fand Eduard Hildebrandt während einer Reise durch England und Schottland ausgiebig Gelegenheit, die rauen Küstenlandschaften zu malen. Sein Lehrer Krause empfahl ihn schließlich nach Paris, wo Hildebrandt bei dem französischen Romantiker Eugène Isabey in die Lehre ging. Für das kleine Genrebild, mit dem er sich 1848 an einer Ausstellung des Pariser Salons beteiligen durfte, erhielt der Künstler eine Goldmedaille.

Große künstlerische Erfolge als Königlicher Hofmaler

Eduard Hildebrandt kehrte nach diesen ersten Erfolgen nach Berlin zurück und erhielt dort auf Vermittlung des großen Forschungsreisenden Alexander von Humboldt eine beträchtliche finanzielle Unterstützung von dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV., die dem Künstler eine ausgedehnte Studienreise nach Brasilien und Nordamerika erlaubte. Während der zweijährigen Reise entfernte sich Eduard Hildebrandt immer mehr von der Marinemalerei und entdeckte in der Schaffung von Landschaftsbildern seine eigentliche Stärke und Berufung. Er fertigte zahlreiche Skizzen und Aquarelle nach seinen Reiseerlebnissen an und malte auf dieser Grundlage nach seiner Heimkehr eine Serie von Ölgemälden, die sich durch besonders raffinierte Licht- und Schatteneffekte auszeichnete. Die Bilder fanden großen Anklang und wurden in der Hauptsache vom königlichen Hof gekauft. Folgerichtig wurde der Künstler zum offiziellen Hofmaler berufen und konnte in dieser Funktion weitere Reisen unternehmen, auf denen zahlreiche Kunstwerke entstanden, die großenteils in den Besitz des preußischen Hofes übergingen.

Eine rückwärtsgewandte Verschönerung der Welt

Eduard Hildebrandt verstand sich meisterhaft darauf, seinen Bildern einen Lebensfunken einzuhauchen, der dem Betrachter ein sehnsuchtsvolles Fenster öffnete zu den Wundern einer Welt, die den meisten Menschen dieser Zeit fremd, fern und unerreichbar blieb. Er bereiste dank der Unterstützung des preußischen Königs Italien, Ägypten, Syrien, Palästina, die Türkei und Griechenland. Mit seiner Kunst begeisterte Eduard Hildebrandt Volk und Adel gleichermaßen, zu seinen Käufern gehörten der russische Zar und deutsche Fürstenhäuser. Er war geehrtes Mitglied der Berliner Kunstakademie und schuf mit einem Zyklus von Aquarellen ein Hauptwerk von hoher künstlerischer Qualität. Seine bisweilen schon von Zeitgenossen als überkräftig kritisierte Kolorierung sowie eine Neigung, auch offenkundige Elendsverhältnisse romantisch zu verbrämen, schmälerten allerdings die bleibende Anerkennung seines Gesamtwerks. Während sich der Maler selbst der Schattenseiten seiner Reisen durchaus bewusst war und diese auch ungeschönt in seinem Tagebuch festhielt, ging er bei der Komposition seiner Bilder stets leichtherzig über derartige Einzelheiten hinweg. Im Zusammenspiel mit seiner konservativen Maltechnik trug diese Haltung dazu bei, dass der Künstler nach seinem Tod an Bedeutung verlor.

Eduard Hildebrandt starb am 25. Oktober 1868 in Berlin.

© Kunsthaus Lempertz

Eduard Hildebrandt Preise

KünstlerKunstwerkPreis
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