Piet Mondrian

Geburtsdatum/-ort

7. März 1872 in Amersfoort, Niederlanden

Todestag/-ort

1. Februar 1944 in New York City

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Piet Mondrian Biografie

Piet Mondrian schuf in Theorie und Praxis den Neoplastizismus, ein Prinzip der Neuen Gestaltung, das lediglich aus den Grundfarben Rot, Gelb und Blau, den Nichtfarben Schwarz und Weiß sowie horizontalen und vertikalen Linien bestand. Damit wurde er zu einem der bedeutendsten Vertreter der gegenstandslosen Malerei und zum Pionier der Moderne.

Piet Mondrian - Förderung durch Onkel und Vater, Kunststudium in Amsterdam

Piet Mondrian wurde am 7. März 1872 in Amersfoort in den Niederlanden geboren. Bis zum Jahr 1912 hieß er noch Pieter Cornelis Mondriaan; unter diesem Namen hatte er Kindheit und Jugend verbracht und war von seinem Onkel, dem Interieur- und Landschaftsmaler Frits Mondriaan, in den Grundlagen der Malerei unterwiesen worden. Die schwächliche Gesundheit der Mutter und die häufige Abwesenheit des Vaters überschatteten Mondrians Kindheit und sorgten dafür, dass er später nie eine langfristige emotionale Bindung einging. Sein Vater förderte zwar die zeichnerische Begabung seines Sohnes, wünschte aber, dass Piet Mondrian eine Laufbahn als Lehrer einschlug. Doch dafür fühlte sich der junge Piet nicht geeignet; er begann ein Studium an der Rijksakademie van beeldende kunsten in Amsterdam und entwickelte ein zunehmendes Interesse an der Theosophie. Mondrian studierte die Schriften von Édouard Schuré und bewarb sich zweimal erfolglos um den Prix de Rome. Die Verkäufe zweier Stillleben und eines Porträts ermöglichten Mondrian eine Reise nach Spanien, bei der er von dem befreundeten Maler Simon Maris begleitet wurde.

Gründung der Gruppe De Stijl, Entwicklung des Neoplastizismus

Piet Mondrian stand während seiner Anfangsjahre als selbstständiger Maler in den Niederlanden erst dem Impressionismus und ab 1905 dem Fauvismus nahe, kam aber während eines ersten Aufenthalts in Paris mit dem Kubismus in Kontakt und orientierte sich in der Folge an den Werken von Georges Braque und Pablo Picasso. Der hauptsächliche Schwerpunkt seines Schaffens lag in dieser Zeit auf Landschaftsbildern, bevorzugt Bäume und Mühlen. Sein Malstil wurde zunehmend abstrakter und die Freundschaft mit dem Kunsttheoretiker und Maler Theo van Doesburg führte zur Gründung der Künstlergruppe De Stijl, zu der auch der Maler Bart van der Leck und der Architekt Jacobus Johannes Pieter Oud gehörten. In dem Jahrzehnt seiner Mitgliedschaft entwarf Piet Mondrian sein großes künstlerisches Konzept des Neoplastizismus und wurde damit zur prägendsten Figur des Kollektivs, dem er allerdings 1925 nach einem Zerwürfnis mit Theo van Doesburg den Rücken kehrte. Mondrian zog es wieder nach Paris, wo der Erste Weltkrieg sein Atelier und die bei Kriegsausbruch zurückgelassenen Bilder unversehrt gelassen hatte.

Flucht nach London und New York, letzte erfolgreiche Jahre

Piet Mondrian fand in dem niederländischen Kunstsammler Salomon B. Slijper einen großzügigen Förderer, der ihm durch eine Lebens- und Schaffenskrise hindurchhalf. Auch die Mäzenin und Malerin Katherine Sophie Dreier erwarb mehrere Bilder Mondrians. Eine Ehrung fragwürdiger Art erhielt er 1937 durch die Nationalsozialisten: Piet Mondrian war einer der wenigen ausländischen Künstler, deren Werke auf der berüchtigten Ausstellung Entartete Kunst in München gezeigt wurden. Mondrian erkannte die Zeichen der Zeit und folgte seinem Malerfreund Ben Nicholson nach London; als die deutschen Bomben fielen, floh er weiter nach New York. Dort übte Piet Mondrian großen Einfluss auf die Malerin Charmion von Wiegand aus, deren Werk sich an seinem neoplastizistischen Malstil orientierte. Mit weiteren exilierten Künstlern wie Marc Chagall, Roberto Matta, Yves Tanguy, Kurt Seligmann, Max Ernst und Fernand Léger stellte er in der New Yorker Gallery Pierre Matisse aus. Pierre Matisse pries Mondrian in einem Brief an seinen Vater Henri Matisse als Heiligen der Abstraktion. Mondrian trug entscheidend zur Karriere des jungen Jackson Pollock bei, als er dessen Bild Szenographic Figure gegenüber Peggy Guggenheim so überschwänglich lobte, dass diese begann, Pollock zu fördern.

Piet Mondrian starb am 1. Februar 1944 in New York City an den Folgen einer Lungenentzündung.

© Kunsthaus Lempertz

Piet Mondrian Preise

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