Richter, Ludwig

Geburtsdatum/-ort

28. September 1803, Dresden

Todestag/-ort

19. Juni 1884, Dresden

Ludwig Richter - GEWITTERSTIMMUNG
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Ludwig Richter schuf einige der beeindruckendsten Buchillustrationen der Kunstgeschichte und erwies sich damit als ein Meister der illustrativen Malerei. Der deutsche Zeichner und Maler gehörte zu den gefeierten Größen von Spätromantik und Biedermeier.

Ludwig Richter - Ausbildung in der väterlichen Werkstatt, Reise nach Frankreich

Ludwig Richter wurde am 28. September 1803 in Dresden geboren. Der Sohn des Kupferstechers Carl August Richter trat nach dem Ende seiner Schulzeit als Lehrling in die väterliche Werkstatt ein. Bei seinen ersten Stichen orientierte er sich jedoch weniger an der Arbeit des Vaters, als am Werk des berühmtesten Kupferstechers seiner Zeit, Daniel Chodowiecki. Mithilfe eines Stipendiums studierte Ludwig Richter neben seiner Ausbildung zum Radierer an der Kunstakademie in Dresden. Sein kaum zu übersehendes Talent empfahl ihn für die Dienste des russischen Fürsten Narischkin, der sich auf seiner Reise nach Südfrankreich und Paris einen kompetenten Zeichner als Begleiter wünschte. Für Ludwig Richter bot sich damit die einmalige Gelegenheit, schon in jungen Jahren viele wertvolle Anregungen und Eindrücke zu sammeln. Die Bilder und Zeichnungen, die der Künstler im Verlauf der Reise schuf, wurden später der russischen Kaiserin Louise von Baden als Geschenk vermacht.

Prägende Jahre in Rom, erste Erfolge mit stilisierten Landschaften

Ludwig Richter lebte von 1821 bis 1823 in Dresden; Radierungen verschiedener Stadtansichten gehörten zu seinen ersten Werken. Der in Dresden ansässige Verleger Johann Christoph Arnold, der schon die Werke seines Vaters veröffentlicht hatte, ermöglichte ihm einen mehrjährigen Studienaufenthalt in Rom. Dort betrieb Richter vor allem Landschaftsstudien; bereits 1924 konnte er mit einer Darstellung des Watzmanns großen Beifall erringen. Die Jahre in Rom erwiesen sich in vielfacher Hinsicht als ergiebig für den jungen Maler; er schloss Freundschaften mit zahlreichen bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten, darunter Friedrich Ludwig von Maydell, Joseph Anton Koch, Ernst Ferdinand Oehme, Carl Gottlieb Peschel und Julius Schnorr von Carolsfeld. Letzterer prägte ihn mit seinem Verständnis einer stilisierten Landschaftsmalerei. In Rom wandte sich Ludwig Richter, dessen Denkweg nicht zuletzt durch den Austausch mit dem evangelischen Theologen Richard Rothe und dem Philologen Karl Bunsen geprägt wurde, dem christlichen Glauben zu. Dieses Erweckungserlebnis beflügelte den Künstler und drängte ihn zu idealistischen Darstellungen von Mensch und Schöpfung.

Glanzvolle Höhepunkte der illustrativen Malerei, schweres Augenleiden

Ludwig Richter erhielt nach seiner Rückkehr in die Heimat eine Anstellung an der Staatlichen Zeichenschule in Meißen. Dort unterrichtete er insgesamt acht Jahre lang, zu seinen Schülern zählte Gottfried Pulian. 1836 trat er die Nachfolge seines Vaters als Lehrer an der Dresdner Kunstakademie an. Mit einigem Erfolg tat sich Ludwig Richter als Buchillustrator hervor, er fertigte Bildtafeln für die von Georg Wigand verlegte Reihe Das malerische und romantische Deutschland an und illustrierte zahlreiche Märchen. Seine Arbeiten für die Volksmährchen der Deutschen von Johann Karl August Musäus zählen noch heute zu den eindrucksvollsten Buchillustrationen des 19. Jahrhunderts. Sein berühmtes Ölbild Brautzug im Frühling brachte ihm auf der Weltausstellung in Paris die Goldmedaille ein. Als ihn ein schweres Augenleiden 1873 an der Ausübung seiner künstlerischen Tätigkeit hinderte, zog sich Richter in den Folgejahren zunehmend ins Privatleben zurück.

Ludwig Richter starb am 19. Juni 1884 in seiner Geburts- und Heimatstadt Dresden; er wurde mit einem feierlichen Staatsbegräbnis geehrt.

© Kunsthaus Lempertz

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