Konrad Klapheck
Der Boxring I
2000
Acryl auf Leinwand. 153,5 x 122 cm. Gerahmt. Signiert 'Klapheck'.
Die figurative Ästhetik von Konrad Klaphecks Bildern basiert auf Erinnerungen und Ereignissen aus der Vergangenheit und bringt sein Interesse an psychologisch dichten Erfahrungen zum Vorschein. Seine hyperrealistische Darstellung von unbelebten Alltagsgegenständen ist gekennzeichnet durch glatte Oberflächen, präzise Linienführung und ein raffiniertes Lichtspiel. Die Objektmalerei, die Klapheck im Kontrast zu dem damals vorherrschenden Informel verfolgt, weicht in den Jahren ab 2000 zunehmend figürlichen Kompositionen. In diesen Serien zeigt er die Subjekte häufig auf "Bühnen", aus Fensterrahmen herausschauend, oder integriert sie in einem häuslichen Kontext. In dem vorliegenden Gemälde von 2000 stellt Konrad Klapheck eine Szene in einem Boxring dar, die durch einen interessanten Aufbau besticht. Die strenge Perspektive wird durch vier Downlights im Hintergrund konterkariert. Sowohl die Seile als auch das spärlich bekleidete Nummernmädchen lenken den Blick des Betrachters von dem eigentlichen Kämpfer und seinem Team ab.
Provenienz
Galerie Lelong, Paris (mit rückseitigem Aufkleber); Privatsammlung, Spanien
Literaturhinweise
Arturo Schwarz, Klapheck, Mailand 2002, S.179 mit Farbabb.
Ausstellung
Düsseldorf 2013 (Museum Kunstpalast), Klapheck, Bilder und Texte, Ausst.Kat., S.78 mit Farbabb.