Arthur Kampf

Geburtsdatum/-ort

28. September 1864, Aachen, Deutschland

Todestag/-ort

8. Februar 1950, Castrop-Rauxel, Deutschland

Arthur Kampf - DER ZEITUNGSLESER
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Arthur Kampf Biografie

Arthur Kampf galt seinen Zeitgenossen als der letzte große Historienmaler. Zu seinem umfassenden Oeuvre gehören neben Historie und Genre aber auch Allegorien, Landschaften, Jagdszenen und vor allem ausdrucksstarke Kinderporträts. Ein Großteil seines Werkes ging im Zweiten Weltkrieg verloren, was die Rezeption bis heute erschwert.

Arthur Kampf - Meisterschüler bei Peter Janssen dem Älteren

Arthur Kampf wurde am 28. September 1864 in Aachen geboren. Als Sohn des Malers und kaiserlichen Hoffotografen August Kampf kam er früh mit den bildenden Künsten in Berührung. Die Leidenschaft für die Malerei teilte Arthur Kampf mit seinem älteren Bruder Eugen Kampf, der ebenfalls eine Laufbahn als Maler einschlug. Die erste künstlerische Ausbildung erhielt Arthur Kampf aber nicht bei seinem Vater, sondern bei dem in Aachen ansässigen Maler und Zeichenlehrer Nikolaus Salm. 1879 begann Kampf sein Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie, wo Andreas Müller, Julius Roeting, Eduard von Gebhardt und Carl Ernst Forberg seine Lehrer waren. Die wichtigste Rolle bei Arthur Kampfs Ausbildung spielte aber Peter Janssen der Ältere, bei dem Kampf 1883 auch Meisterschüler wurde. Nach Abschluss des Studiums folgte eine Zeit als Hilfslehrer an der Akademie, ehe er 1893 eine ordentliche Professur erhielt.

Eine geachtete und einflussreiche Künstlerpersönlichkeit

Arthur Kampf unternahm mehrere Studienreisen, die unmittelbaren Einfluss auf seine Malweise ausübten. Nachdem er 1885 mit dem Düsseldorfer Landschaftsmaler Helmuth Liesegang Paris besucht hatte und dort mit der Kunst von Jules Bastien-Lepage und Jean-François Millet in Berührung gekommen war, schuf er sein Gemälde Die letzte Aussage, das stark von deren Naturalismus und Realismus beeinflusst war und dem 22-jährigen Kampf den künstlerischen Durchbruch brachte. Eine weitere Studienreise führte Arthur Kampf nach Spanien und entdeckte dabei die Arbeiterklasse als ein bevorzugtes Milieu; außerdem malte er häufig Tänzerinnen und schuf zahlreiche Bildnisse. Arthur Kampfs Kunst fand zunehmend Anerkennung; 1898 berief ihn die Berliner Kunstakademie zum Atelierleiter und 1901 wurde er Mitglied der Königlichen Akademie der Künste, der er von 1907 bis 1912 sogar als Präsident vorstand und als der er maßgeblichen Einfluss auf den Kulturbetrieb der Hauptstadt ausübte. An der 1905 durchgeführten farblichen Ausgestaltung verschiedener Räume im Kulturhistorischen Museum Magdeburg hatte Kampf einen großen Anteil. 1912 wurde Arthur von Kampf der württembergische Personaladel zuerkannt.

Von den Nazis gefeiert, von der Nachwelt vergessen

Für seine Kunst erhielt Arthur Kampf Preise und Auszeichnungen, darunter 1902 die große Goldmedaille auf der Großen Berliner Kunstausstellung und 1925 die Ehrendoktorwürde der Technischen Hochschule Berlin. Arthur Kampf trat 1915 die Nachfolge von Anton von Werner als Direktor der Berliner Hochschule für Bildende Künste an; kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs gehörte er zu den Unterzeichnern des Aufrufs An die Kulturwelt! (auch bekannt als Manifest der 93), mit dem Deutschlands Kriegseintritt verteidigt werden sollte. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten trat Kampf in die NSDAP ein; er war 1939 auf der Großen Deutschen Kunstausstellung in München vertreten, erhielt im selben Jahr den Adlerschild des Deutschen Reiches und war einer von vier Malern, die Adolf Hitler persönlich in die Sonderliste der Gottbegnadeten-Liste aufnahm. Trotz aller Ehrungen ging ein großer Teil von Arthur Kampfs Werk in den Wirren des Zweiten Weltkriegs verloren. In seinen letzten Jahren geriet der Künstler zunehmend in Vergessenheit. Er war verheiratet mit Mathilde, der jüngsten Schwester seines Malerkollegen Willy Spatz; sein Sohn Herbert Kampf wurde ebenfalls Maler.

Arthur Kampf starb am 8. Februar 1950 in Castrop-Rauxel.

© Kunsthaus Lempertz

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