Angelika Kauffmann

Geburtsdatum/-ort

30. Oktober 1741 in Chur, Schweiz

Todestag/-ort

5. November 1807 in Rom

Deckeltasse und Untertasse mit Szenen nach Angelika Kauffmann -
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Angelika Kauffmann Biografie

Zu Lebzeiten galt Angelika Kauffmann als Superstar, die Welt war verrückt nach ihrer Kunst, kein Adeliger, der auf sich hielt, durfte auf ihre Dienste verzichten. »Angelicamad«, nannte das ein Zeitgenosse – und wenn die Begeisterung im Lauf der Jahre auch weniger wurde, gehört die schweizerisch-österreichische Malerin doch zu den wenigen Frauen in der Kunst, die von der Kunstgeschichte nie ganz vergessen wurden.

Angelika Kauffmann - Ein Wunderkind zwischen Malerei und Musik

Angelika Kauffmann wurde am 30. Oktober 1741 in Chur im Freistaat der Drei Bünde in der Schweiz geboren. Ihre Eltern, der Fresken- und Porträtmaler Joseph Johann Kaufmann und die Hebamme Cleophea Lutz, erkannten die doppelte musische Begabung ihrer Tochter und förderten ihr Gesang- und Maltalent. Weil ein regulärer Schulunterricht für ein Mädchen zu dieser Zeit kaum möglich war, brachten Vater und Mutter ihrer Tochter Schreiben und Lesen und mehrere Sprachen bei – Angelika Kauffmann beherrschte Deutsch, Italienisch, Englisch und Französisch, galt bereit mit sechs Jahren als künstlerisch hochbegabtes Wunderkind. Ihre Kindheit verbrachte sie zu einem großen Teil in den Palästen und Herrenhäusern Italiens, da ihr Vater in Diensten der Grafen von Salis und des Herzogs Modena d'Este stand. Die Bindung zu ihrem Vater wurde nach dem frühen Tod der Mutter noch enger, sie begleitete ihn auf seinen Reisen und assistierte ihm bei seiner Arbeit. Schließlich entschied sich Angelika Kauffmann für eine Karriere als Malerin und verzichtete auf eine Weiterbildung ihrer zweiten großen Begabung, der Musik. Das schwere Ringen um diese Entscheidung verarbeitete die Künstlerin 40 Jahre später in ihrem Selbstbildnis am Scheideweg zwischen Malerei und Musik.

Durchbruch als Porträtmalerin

Die Reisen mit ihrem Vater erwiesen sich für Angelika Kauffmann als lehrreich und inspirierend, in Sonderheit ein längerer Italienaufenthalt wirkte sich positiv auf die Entwicklung der Künstlerin aus. Bereits in jungen Jahren wurde sie in die Kunstakademien von Bologna, Florenz, Venedig und Rom aufgenommen. In Rom porträtierte sie den Archäologen Johann Joachim Winkelmann und wurde mit diesem Werk schlagartig berühmt. In der Folgezeit entstanden zahlreiche Porträts von berühmten Persönlichkeiten, die sie auf ihrer Italienreise kennenlernte. Das Bildnis des englischen Schauspielers David Garrick brachte ihr auch in England große Bekanntheit. 1766 gelangten Angelika Kauffmann und ihr Vater nach London, wo die Künstlerin die Bekanntschaft des großen englischen Malers Joshua Reynolds machte. Reynolds zeigte sich entzückt von dem Können der jungen Frau, förderte sie nach Kräften und machte ihr einen vergeblichen Heiratsantrag. Mehr Erfolg war dem vermeintlichen schwedischen Adeligen Frederick de Horn beschieden, den die Künstlerin 1767 heiratete. Der Märchenprinz entpuppte sich allerdings als Heiratsschwindler, der sie um ihre gesamten Ersparnisse brachte. Mehr Glück war ihrer zweiten Eheschließung mit dem älteren Maler Antonio Zucchi beschieden. Ihr Vater hatte die Verbindung wenige Monate vor seinem Tod arrangiert.

Angelika Kauffmann verkehrte mit den Größen ihrer Zeit auf Augenhöhe

Angelika Kauffmann pflegte zahlreiche Freundschaften mit bedeutenden Persönlichkeiten ihrer Zeit. Johann Gottfried Herder sah in ihr die »kultivierteste Frau Europas«, Goethe legte ihr seine Iphigenie zur Begutachtung vor und zeigte sich erfreut über ihr Lob. Die Malerin wiederum porträtierte den Dichter – und musste sich im Anschluss von ihm sagen lassen, dass der »hübsche Bursche« auf ihrem Bild doch gar nichts mit ihm gemein habe. Nach dem Tod ihres Mannes zog sich Kauffmann zurück, blieb aber eine bedeutende künstlerische Größe. Nach schwerer Krankheit starb Angelika Kauffmann am 5. November 1807 in Rom. Ihre Beerdigung wurde zu einer gewaltigen Künstlerprozession: Ihren Sarg trugen die Professoren der Akademie, angeführt von ihrem Freund Antonio Canova, ihre Büste wurde im Pantheon unmittelbar neben der Büste Raffaels ausgestellt.

© Kunsthaus Lempertz

Angelika Kauffmann Preise

KünstlerKunstwerkPreis
Deckeltasse und Untertasse mit Szenen nach Angelika Kauffmann€4.000
Angelika Kauffmann, nachENTWAFFNUNG AMORS DURCH DREI NYMPHEN€3.872
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Angelika Kauffmann, in der ArtDie Heiligen Agnes und Agatha umgeben von fünf weiteren weiblichen Heiligen, darunter Lucia und Apolonia€2.250

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