Alphonse Mucha

Geburtsdatum/-ort

24. Juli 1860 in Ivančice, Tschechien

Todestag/-ort

14. Juli 1939 in Prag, Tschechien

Alphonse Mucha - Femme à la Marguerite
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Alphonse Mucha Biografie

Alphonse Mucha schuf mit seinem Slawischen Epos eine bildgewaltige Chronik slawischer Geschichte monumentalen Ausmaßes. Berühmt und vermögend wurde der tschechische Maler und Zeichner jedoch als Gebrauchskünstler; seine unvergleichlichen Jugendstil-Plakate stellen bis heute begehrte Sammlerstücke aus der Zeit der Belle Époque dar.

Alphonse Mucha - Hochbegabt schon im Kindesalter, Anfänge als Autodidakt

Alphonse Mucha wurde am 24. Juli 1860 im tschechischen Ivančice geboren; der dritte Sohn eines Gerichtsdieners stellte seine hohe Kunstbegabung schon im frühen Kindesalter unter Beweis und es geht die Anekdote, er habe das Zeichnen vor dem Laufen erlernt. Trotzdem war an eine künstlerische Laufbahn zunächst nicht zu denken; nach der Schule arbeitete Alphonse Mucha darum eine Zeit lang als Bürokaufmann und förderte seine Mal- und Zeichenbegabung ausschließlich als Autodidakt. Eine Bewerbung an der Prager Kunsthochschule wurde abgelehnt, doch fand er Anstellung im Atelier der Künstler Carlo Brioschi, Hermann Burghart und Johann Kautsky. Dort beschäftigte er sich vorwiegend mit Bühnenmalereien, insbesondere für das volkstümliche Ringtheater. Nach dem katastrophalen Ringtheaterbrand am 8. Dezember 1881, der nach Schilderung des österreichischen Schriftstellers und Enzyklopädisten Ludwig Eisenberg an die 1.000 Menschenleben forderte, verlor Alphonse Mucha als jüngster Mitarbeiter der Werkstatt als Erster seine Stelle und musste sich mühsam als freier Zeichner und Porträtist über Wasser halten.

Bescheidene Lebensumstände in Paris, Geburt des Slawischen Epos

Alphonse Mucha erwarb sich durch die Ausgestaltung des Neobarock-Schlösschens Emin zámek die Gunst des Grafen Eduard Khuen von Belasy, der ihn fortan protegierte und ihm von 1885 bis 1887 ein Studium an der Akademie für Bildende Künste in München ermöglichte. 1889 erlag Alphonse Mucha der Anziehungskraft von Paris, der unumstrittenen Kulturhauptstadt jener Zeit. Es war das Jahr der Weltausstellung, und im Schatten des neu errichteten Eiffelturms besuchte der junge Künstler die Académie Julian und die Académie Colarossi. Als die finanzielle Unterstützung des Grafen Khuen von Belasy versiegte, sah sich Mucha gezwungen, Auftragsarbeiten als Buchillustrator anzunehmen. In Paris teilte er sich zeitweilig ein Atelier mit Paul Gauguin. Bei einem Besuch der Weltausstellung entdeckte er die Slawen und ihre Kultur als künstlerisches Sujet, dass ihn lange Jahre beschäftigte und in seiner Spätphase schließlich zu seinem Hauptwerk, dem Gemäldezyklus Das Slawische Epos, führte. Er vollendete es 1928 als gestandener und finanziell unabhängiger Künstler und schenkte die 20 großformatigen Tempera-auf-Leinwand-Bilder der Stadt Prag.

Begegnung mit Sarah Bernhardt, Durchbruch als Plakatkünstler

Alphonse Mucha gelang der Durchbruch mit einer Gelegenheitsarbeit für Sarah Bernhardt, die als berühmteste Schauspielerin ihrer Zeit galt und auf der ganzen Welt verehrt wurde. Der Ausfall ihres üblichen Plakatmalers bot Mucha die Chance, sein Können zu beweisen. Seine Plakate für Sarah Bernhardt, unter anderem in ihrer Paraderolle als Kameliendame, machten den Künstler schlagartig berühmt und werden noch heute als Meisterwerke des Jugendstils gefeiert. Bei Muchas Zeitgenossen sorgten sie für so viel Begeisterung, dass nahezu der vollständige Bestand von öffentlichen Plätzen gestohlen wurde. Fortan gehörte Alphonse Mucha zu den gefragtesten Plakatkünstlern der Belle Époque; als sein wichtigstes Illustrationswerk gilt die 134 Farblithografien umfassende Bebilderung der Märchenerzählung Ilsée, Princesse de Tripoli von Robert de Flers. Mucha gab Zeichenunterricht in Paris und New York, unternahm eine Reise an der Seite von Auguste Rodin und kehrte schließlich als gefeierter Künstler in seine Heimat Tschechien zurück, wo er bis zum Einmarsch der deutschen Truppen auf einem Schloss nahe Prag lebte. Der Künstler gehörte zu den ersten, die von den Besatzern interniert wurden.

Alphonse Mucha starb am 14. Juli 1939 in Prag.

© Kunsthaus Lempertz

Alphonse Mucha Preise

KünstlerKunstwerkPreis
Alphonse MuchaFemme à la Marguerite€25.200
Alphonse MuchaPortrait€9.017
Alphonse MuchaLe printemps€4.522
Alphonse MuchaMärchen-Illustration€1.875

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