Jan Steen

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Jan Steen Biografie

Der niederländische Meister Jan Steen liebte den Makel, das Unvollkommene, die gestörte Ordnung der täglichen Abläufe, die er chaotisch-liebenswert auf seine unverwechselbare Weise im Bild festhielt. Die kleinen Missgeschicke, Streitigkeiten und Unebenheiten des menschlichen Zusammenlebens stellte er mit ironischem Pinselstrich wunderbar bissig und mehrdeutig dar.

Jan Steen - Schüler von Adriaen van Ostade und Dirck Hals, Gründer der Lukasgilde

Jan Steen wurde um das Jahr 1626 als Sohn eines Brauers in Leiden geboren. Das Goldene Zeitalter der Niederlande bot einem begabten Maler mannigfache Möglichkeiten zur Entfaltung, Steen ging in Utrecht bei dem deutschen Maler Nicolaus Knüpfer in die Lehre und schließlich auch in Haarlem bei Adriaen van Ostade. Obwohl er weiteren Unterricht bei Dirck Hals nahm und 1646 die Leidener Universität besuchte, fiel seine Ausbildung in Summe eher kurz aus, was seinen Bildern gelegentlich anzumerken ist. Zeitlebens arbeitete Jan Steen nicht nur als Maler, sondern betätigte sich auch immer wieder als Brauer und Wirt. Vieles von dem, was er in Taverne und Brauerei beobachtete, ließ er in seine Gemälde einfließen. Im Jahr 1648 gehörte Jan Steen zu den Gründern der Lukasgilde in Leiden.

Schwiegersohn und Gehilfe von Jan van Goyen, Bewegung als Konstante

Etwa ein Jahr später, im Oktober 1649, trat Jan Steen in den Haushalt des Den Haager Malers Jan van Goyen ein, wurde dessen Gehilfe und Schwiegersohn. Margriet »Grietje« van Goyen gebar ihm acht Kinder, die Ehe endete mit ihrem Tod im Jahr 1670. 1653 verließ Steen mit Frau und Kindern Den Haag und versuchte sich ohne sonderlichen Erfolg als Leiter der Brauerei »De Roscam« in Delft. In der Folgezeit pendelte die Familie Steen zwischen Leiden, Warmond und Haarlem, ohne wirklich zur Ruhe zu kommen. In Haarlem betrieb Jan Steen eine Taverne und malte gleichzeitig eine beachtliche Menge Bilder. Die Unruhe, die er in seinem Leben erfuhr, übertrug er auch in seine Kunst – dies aber nicht zum Schlechten, denn es ist gerade das aufgewühlte, unstete Treiben, das seinen Bildern ihre Dynamik verleiht und auf den Betrachter großen Reiz ausübt.

Einfache Motive für eine komplexe Bildersprache, letzte Jahre in Leiden

Nach dem Tod seiner ersten Frau kehrte Jan Steen nach Leiden zurück und heiratete dort die Witwe Maria van Egmont, mit der er zwei weitere Kinder hatte. Neben der Bewirtschaftung einer Schenke widmete sich Steen vor allem der Kunst: Er wurde Dekan der von ihm einst mitbegründeten Lukasgilde und schuf ein beachtliches Spätwerk. Neben gelegentlichen Darstellungen biblischer und historischer Motive malte er vorwiegend Szenen aus dem bürgerlichen Leben, wie er sie aus eigener Anschauung kannte. Dabei diente ihm das scheinbar vertraute Milieu nur als Kulisse, in deren Rahmen er seine kleinen und großen Geschichten erzählte: Oft nur durch kleine Details wie eine unpassende Mimik, eine vielsagende Handbewegung oder den Auftritt einer unerwarteten Figur stellte Jan Steen feste Erwartungen auf den Kopf und zerbrach überkommene Vorstellungen – mal mit freundlichem Spott, mal mit beißender Ironie. Das genaue Todesdatum Jan Steens ist unbekannt, aber es ist dokumentiert, dass er am 3. Februar 1679 in seiner Geburtsstadt Leiden begraben wurde.

© Kunsthaus Lempertz

Jan Steen Preise

KünstlerKunstwerkPreis
Jan SteenBAUERNTANZ VOR EINER SCHÄNKE€183.000
Jan SteenANKUNFT DER BRAUT€146.400
Jan SteenDIE FETTE UND DIE MAGERE KÜCHE.€89.250
Jan SteenEIN SITZENDER BAUER MIT EINEM HERING.€11.900
Jan Steen, in der ArtINTERIEUR MIT MUSIZIERENDER TISCHGESELLSCHAFT.€1.680
Jan Steen, in der ArtDAS UNGLEICHE LIEBESPAAR.€1.666

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