Johann Alexander Thiele

Geburtsdatum/-ort

26. März 1685, Erfurt, Deutschland

Todestag/-ort

22. Mai 1752, Dresden, Deutschland

Johann Alexander Thiele - Küstenlandschaft mit Schiffsanleger
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Johann Alexander Thiele Biografie

Johann Alexander Thiele galt als einer der feinsten Landschaftsmaler seiner Zeit. Mit seiner eigenständigen Bildsprache, für die er naturalistische Anschauung mit romantisierenden, aber natürlichen Elementen vermischte, begründete er eine neue Schule der Landschaftsmalerei.

Johann Alexander Thiele – Als Soldat und Autodidakt entdeckte Thiele das Malen

Johann Alexander Thiele wurde am 26. März 1685 in Erfurt geboren. Über seine Kindheit und Jugend ist kaum etwas bekannt: Er absolvierte eine fünfjährige Lehre als Buchdrucker in Erfurt, verdingte sich im Anschluss allerdings zunächst als Soldat. Der Militärdienst führte Thiele in verschiedene Regionen, deren Landschaften ihn begeisterten und zum Zeichnen animierten. Zum Zeichenstift gesellten sich bald Wasserfarben und Pastellstifte, und nachdem er erste Bilder an interessierte Offiziere hatte veräußern können, reifte in ihm zusehends der Wunsch, eine Laufbahn als professioneller Kunstmaler einzuschlagen. Johann Alexander Thiele quittierte den Dienst und wurde vom Autodidakten zum Studenten: Er nahm Unterricht bei dem deutschen Landschaftsmaler Christoph Ludwig Agricola und ließ sich in Dresden von dem ungarischen Maler Adam Manyoki in der Ölmalerei unterweisen. Kenntnisse in der Figurenmalerei erwarb Johann Alexander Thiele bei dem österreichischen Maler und Radierer Franz de Paula Ferg und das Radieren erlernte er bei dem Leipziger Kupferstecher Johann Martin Bernigeroth.

Vom Wanderkünstler zum Hofmaler deutscher Fürsten

Johann Alexander Thiele verdiente seinen Lebensunterhalt zunächst als Wanderkünstler. Während eines Aufenthalts im Gasthof »Zum Roten Hirsch« in Arnstadt verliebte er sich spontan in eine der Wirtstöchter und hielt wenige Tage später Verlobung. Es gelang ihm dann verhältnismäßig rasch, sich in Dresden einen guten Namen als Maler und Radierer zu machen. Der mächtige Generalfeldmarschall und Minister Augusts des Starken, Jacob Heinrich von Flemming, fand großen Gefallen an der Kunst Johann Alexander Thieles und vermittelte diesem eine Vielzahl lukrativer Aufträge. Nach dem Tod Flemmings im Jahr 1828 kehrte Thiele nach Arnstadt zurück, wo er 1729 zum Hofmaler des Fürsten Günther I. zu Schwarzburg-Sondershausen ernannt wurde. Neben dieser festen Tätigkeit übernahm Johann Alexander Thiele auch Aufträge für die Fürstenhöfe in Kassel und Braunschweig. 1738 wurde er von Friedrich August II. zum sächsischen Hofmaler ernannt und profitierte als solcher von der Gunst des Premierministers Heinrich Graf von Brühl und des Oberkämmerers Karl Heinrich von Heineken.

Thieles Beobachtungsgabe prägte seine Landschaften

Johann Alexander Thiele verdankte seinen Ruhm als Maler vor allem seiner ungewöhnlich exakten Naturbeobachtung, die für die Landschaftsmalerei der damaligen Zeit eine einflussreiche Zäsur darstellte. Für seine fürstlichen Dienstherren prospektierte er deren Herrschaftsgebiete, die Städte, Burgen und Landschaften und musste zu diesem Zweck auch weiterhin viel reisen. Dass er besonders häufig in Thüringen weilte, lag nicht nur an einer Vorliebe für die dortige Landschaft, sondern an den finanzkräftigen Käufern seiner Bilder, die er dort verlässlich traf. Johann Alexander Thiele pflegte auch Umgang mit anderen großen Künstlerpersönlichkeiten seiner Zeit, zu seinen Bekannten zählten Anton Graff, Ismael Mengs, der Vater von Anton Raphael Mengs, der Venezianer Bernardo Bellotto, der Thiele in seiner ersten großen Dresden-Vedute verewigte, Louis de Silvestre und Anna Maria Werner. Sein berühmtester Schüler war Christian Wilhelm Ernst Dietrich. Neben seinen Landschaftsbildern schuf Thiele auch eindrucksvolle Ereignisbilder; eines seiner ersten Werke stellte 1722 ein Caroussel Comique im Dresdner Zwinger dar; für Friedrich August I. hatte er 1730/31 den Aufmarsch des 30.000 Mann starken sächsischen Heeres unter dem Titel Das Zeithainer Lager künstlerisch festgehalten.

Johann Alexander Thiele starb am 22. Mai 1752 in Dresden.

© Kunsthaus Lempertz

Johann Alexander Thiele Preise

KünstlerKunstwerkPreis
Johann Alexander ThieleKüstenlandschaft mit Schiffsanleger€10.980
Johann Alexander ThieleZwei Gemälde mit Ansichten eines Levantiner Hafens€10.624
Johann Alexander ThielePhantastische Flusslandschaft mit Händlern und Kaufleuten€4.960
Johann Alexander ThieleLandschaft an einem Fluss€4.464
Johann Alexander Thiele, UmkreisWEITE FLUSSLANDSCHAFT MIT JAGDGESELLSCHAFT.€4.284
Johann Alexander ThieleFlusslandschaft mit beladenen Boot am Ufer€3.750

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