Ryszard Winiarski

Geburtsdatum/-ort

2. Mai 1936, Lwów (heute Lwiw), Ukraine

Todestag/-ort

14. Dezember 2006, Warschau, Polen

Ryszard Winiarski
Ryszard Winiarski - Obszar 120 / The statistical area 120

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Ryszard Winiarski Biografie

Ryszard Winiarski hat die Bildstörung zum Kunstwerk erhoben: Muten die Bilder und Objekte des polnischen Malers und Gestalters dem unbedarften Betrachter wie ein bloßes statisches Rauschen an, verbirgt sich dahinter doch ein durchdachtes System, ein komplexes Verständnis von räumlicher Form und Gestalt.

Ryszard Winiarski - Studium der Feinmechanik und Kunst in Warschau

Ryszard Winiarski wurde am 2. Mai 1936 im damals polnischen Lwów (heute Lwiw in der Ukraine) geboren. Zunächst studierte er von 1953 bis 1955 Maschinenbau in Łódź; im Anschluss entschied er sich für ein Studium der Feinmechanik, das er von 1955 bis 1959 an der Technischen Universität Warschau absolvierte. 1955 lernte er Zofia Matuszczyk-Cygańska kennen und kam in Kontakt mit ihren bunt leuchtenden Kompositionen aus Farbwürfeln. In den letzten beiden Jahren seines Studiums besuchte Ryszard Winiarski einen Workshop von Aleksander Kobzedj, der ihn schließlich zu einem zusätzlichen Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste bewog. Seine Lehrer dort waren neben Kobzedj selbst Stanisław Szczepański und Jan Wodyński. Ergänzend studierte der wissbegierige Winiarski noch Bühnenbild bei Władysław Daszewski und Typografie bei Julian Pałka; am Ende seiner Studienzeit nahm er darüber hinaus bei Mieczysław Porębski an einem Seminar zum Verhältnis von Wissenschaft und Kunst teil.

Eine Brücke zwischen Kunst, Wissenschaft und Technik

Ryszard Winiarski schloss seine umfassenden Studien erst im Jahr 1966 ab – und gewann praktisch unmittelbar im Anschluss einen ersten Preis: Das Symposium von Künstlern und Wissenschaftlern in Puławy würdigte damit seine innovative theoretische Schrift über die Bedeutung der Kunst. Diesem eingeschlagenen Weg blieb der Künstler in den Folgejahren konsequent treu; es war unveräußerliche Grundüberzeugung für Ryszard Winiarski, dass er eine Brücke bauen konnte zwischen dem täglichen Leben, der wissenschaftlichen Forschung und den scheinbar gegensätzlichen Welten der Technologie und der Kunst. Als verbindendes strukturelles Element machte der Künstler Zufälligkeiten aus, die er analysierte und dem Willkürlichen enthob, um ein logisches System herauszuarbeiten. Dieser Ansatz wurde zum Markenzeichen für das gesamte Schaffen von Ryszard Winiarski.

Die Sprache der Mathematik und die Sprache der Kunst

Ryszard Winiarski beschränkte sich bei seiner Kunst bewusst auf die Farben Schwarz und Weiß. Diese Wahl diente dem Ziel des Künstlers, seine Bild- und Formsprache möglichst schlicht und stringent zu halten. Für Winiarski bildeten Schwarz und Weiß das malerische Äquivalent zu den mathematischen Polen Null und Eins, und die sachverständige Kritik erkannte schnell, dass hier die technische Sprache der Wissenschaft in Bilder, Zeichen und Symbole der Kunst übersetzt wurde – eine Innovation, die Maßstäbe setzte und großes Aufsehen erregte. Ryszard Winiarski war mit dem Niederländer Herman de Vries befreundet und erschloss in Zusammenarbeit mit diesem die Geometrie der Landschaft im Rahmen eines von Theoretikern und Künstlern vielbeachteten Projekts in Gorinchem. Für das Theater und Fernsehen in Polen entwarf Winiarski über 50 Bühnenbilder in seinem unverwechselbaren Stil. Sein Werk wurde auf über 500 Ausstellungen präsentiert, nicht nur in seiner Heimat Polen, sondern auch in ganz Europa, in den USA, Kanada und Südamerika. Die letzten Lebensjahre des Künstlers waren überschattet von starken gesundheitlichen Beschwerden, die ihn bei der Ausübung seiner Tätigkeit behinderten.

Ryszard Winiarski starb am 14. Dezember 2006 in Warschau.

© Kunsthaus Lempertz

Ryszard Winiarski Preise

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Ryszard WiniarskiObszar 120 / The statistical area 120€17.080
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