Brassaï (Gyula Halász)

Geburtsdatum/-ort

9. September 1899, Brașov, Rumänien

Todestag/-ort

8. Juli 1984, Beaulieu-sur-Mer, Frankreich

Brassaï (Gyula Halász) - BAL MUSETTE DER GEMÜSEHÄNDLER, RUE DE LAPPE
Brassaï (Gyula Halász) - BAL MUSETTE DER GEMÜSEHÄNDLER, RUE DE LAPPE

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Brassaï (Gyula Halász) Biografie

Brassaï durchdrang mit seiner Fotografie die Nacht auf dem Pariser Montmartre, wie kein anderer vor ihm verstand es der ungarisch-französische Künstler eindringliche Geschichten aus einer verborgenen Schattenwelt zu erzählen. Außerdem betätigte er sich als Schriftsteller, Bildhauer und Zeichner.

Brassaï - Studium in Budapest und Berlin, Umzug nach Paris

Brassaï wurde am 9. September 1899 als Gyula Halász in Kronstadt bzw. Brassó (damals Österreich-Ungarn, heute Braşov in Rumänien) geboren. Seinen späteren Künstlernamen verdankte er seiner Herkunft: Brassaï bedeutet »der aus Brassó Stammende«. Im Ersten Weltkrieg musste er in der österreichisch-ungarischen Armee Dienst tun, im Anschluss studierte er von 1918 bis 1922 Malerei und Skulptur in Budapest und Berlin. Dort lernte er Oskar Kokoschka, Wassily Kandinsky und László Moholy-Nagy kennen. Nach seinem Studium arbeitete Brassaï zunächst als Journalist und gelangte in dieser Funktion nach Paris, wo er bereits einen Teil seiner Kindheit verbracht hatte, weil sein Vater Lehrer an der Sorbonne gewesen war. Hier war er vor allem für deutschsprachige Zeitschriften tätig, die Fotografien für seine Reportagen macht meist sein Landsmann André Kertész. Während dieser Phase pflegte Brassaï intensiven Umgang mit den Surrealisten und wandte sich ab 1926 zunehmend der Fotografie zu, ohne sein Interesse an der Bildhauerei aus den Augen zu verlieren.

Mit Pariser Nächten über Nacht berühmt

In der kulturaffinen französischen Hauptstadt übte das flirrende Nachtleben eine besondere Anziehungskraft auf Brassaï aus; auf Anraten seines Freundes André Kertész begann er damit, seiner Faszination mit den Mitteln der Fotografie Ausdruck zu verleihen. Es entstanden eine Reihe von Bildern, die 1933 gesammelt in dem Fotobuch Paris de Nuit erschienen und den jungen Künstler schlagartig berühmt machten. Dabei erwies sich Brassaï als Pionier und Meister der zu dieser Zeit noch unterentwickelten Technik der Nachtaufnahme. Die virtuose Beherrschung der Available-light-Fotografie, der bewussten Beschränkung auf die natürlichen Lichtverhältnisse, zeichnete Brassaïs Werk aus. Bei der Gestaltung seiner Bilder verließ er sich allerdings nicht immer auf die zufälligen Gegebenheiten: Mitunter stellte er die Eindrücke und Erinnerungen, die er mit Paris verband, auch mit Hilfe seines Assistenten nach – wenn er zum Beispiel einen Bordellbesucher als Modell brauchte. An der eindrücklichen Lebendigkeit seiner Darstellungen änderten diese kleinen Kniffe nichts.

Die Kunst als rettendes Licht in der Schattenwelt

Brassaï sah sich selbst als Maskenträger, als Mann mit hundert Gesichtern. Vielleicht fühlte er sich auch deshalb der Halbwelt des Montparnasse so verbunden. Über deren Schattenseiten machte er sich keine Illusionen: Ohne seine Kunst, vornehmlich die Fotografie, wäre er wohl selbst in diesem verderblichen Umfeld zugrunde gegangen. Stattdessen wurde Brassaï zum gefeierten Fotografen, verfasste darüber hinaus Artikel, Bücher und Gedichte und schuf immer wieder Zeichnungen und Skulpturen. Neben seinen berühmten Fotografien des Pariser Nachtlebens fotografierte er viele Porträts von befreundeten Künstlern und Schriftstellern, darunter Pablo Picasso und Henri Matisse. Für das Magazin Harper's Bazaar entstanden mehrere Reisereportagen. Kurz vor seinem Tod konnte er ein letztes ambitioniertes Werk beenden: Ein Buch über den Schriftsteller Marcel Proust und dessen Begeisterung für die Fotografie.

Brassaï starb am 11. Juli 1984 in Beaulieu-sur-Mer.

© Kunsthaus Lempertz

Brassaï (Gyula Halász) Preise

KünstlerKunstwerkPreis
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