Allen Jones

Geburtsdatum/-ort

1. September 1937, Southampton, Vereinigtes Königreich

Allen Jones - Bra-la-la
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Allen Jones Biografie

Allen Jones ist einer der wichtigsten Vertreter der Pop Art. Der englische Maler und Bildhauer sorgt mit seinen Werken immer wieder für Provokationen und Skandale, will aber nur die Grenzen der etablierten Kunst verwischen und ihre Sprache erweitern.

Allen Jones - Eine neue Freiheit in der Kunst

Allen Jones wurde am 1. September 1937 in Southampton geboren. Als Sohn eines Arbeiters wuchs er in einfachen Verhältnissen auf, interessierte sich aber schon früh für die bildende Kunst. Fünf Jahre lang fuhr Allen Jones jeden Tag drei Stunden quer durch die Millionenstadt London, um die ersehnte Kunstschule zu besuchen – London wurde für ihn zu einem Symbol der Befreiung von der beengten Kindheit. Das Streben nach Freiheit prägte auch seine Kunst: Noch während seines Studiums unternahm Jones Reisen nach Paris und in die Provence, wo er mit dem Werk von Robert Delaunay in Berührung kam, das ihn stark beeinflusste. Als er 1958 auf einer Ausstellung in der Whitechapel Gallery zum ersten Mal die Bilder von Jackson Pollock sah, führte das zu einer Neuausrichtung seines künstlerischen Koordinatensystems. In der Rückschau erklärte Jones später scherzhaft, er hätte am liebsten seine Lehrer verklagt, weil sie ihm diese freie Art zu malen nicht gezeigt hatten.

Nackte Frauen als Möbelstücke

Allen Jones traf am Royal College of Art auf seine später berühmte Malerkollegen wie David Hockney, Ronald Brooks Kitaij und Peter Philipps. Gemeinsam wandten sich die jungen Kunststudenten der neu aufkommenden Stilrichtung der Pop Art zu, die sie auf unterschiedliche Weise interpretierten. Jones' Freiheitsdrang und Streben nach einer Grenzen sprengenden Bildersprache brachten ihm zwar einen College-Verweis ein, ermutigten ihn aber auch, gegen die vorherrschende Strömung des abstrakten Expressionismus an einer figurativen Darstellung festzuhalten. In den 1960er-Jahren legte er den Fokus auf Frauenfiguren, die er bald nicht mehr als zweidimensionales Gemälde, sondern als dreidimensionale Skulptur ausführte. Inspiriert durch einen erotischen Comic für Erwachsene, in dem nackte Frauen als Stützen für einen Tisch dargestellt wurden, entstanden seine ersten Möbel-Skulpturen. Halbnackte weibliche Schaufensterpuppen in hohen Schaftstiefeln und aufreizenden Lackkorsagen wurden vom Künstler so in Form gebracht, dass sie als Möbelstück dienen konnten – als Tisch, als Hutständer, als Stuhl. Die realistischen Puppen formte Jones nicht selbst, sondern ließ sie nach seinen Zeichnungen von einem kommerziellen Bildhauer modellieren, der auch für das weltberühmte Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds arbeitete.

Anhaltender Erfolg trotz Kontroversen

Allen Jones hat mit seiner unverhohlenen Faszination für die weiblichen Formen immer wieder stark polarisiert. Feministinnen liefen gegen seine Skulpturengruppe Hat Stand, Table and Chair Sturm und warfen Jones einen Kastrationskomplex vor. Als chauvinistisch oder gar sexistisch will Allen Jones seine Kunst auf keinen Fall verstanden wissen. Vielmehr sieht er sich als Kind seiner Zeit, den bunten 1960er- und 1970er-Jahren, in denen es möglich wurde, den menschlichen Körper gleichzeitig zu bekleiden und zu enthüllen. Ungeachtet aller Kontoversen gilt Jones als einer der entscheidenden Mitgestalter der britischen Pop Art und auch im Kontext von #metoo hat seine Kunst nicht an Faszination eingebüßt. Der Playboy und Kunstsammler Gunter Sachs besaß mehrere Stücke von Jones, die nach seinem Tod für einen Rekordpreis versteigert wurden. Als der Regisseur Stanley Kubrick den Roman Uhrwerk Orange von Anthony Burgess verfilmte, lehnte er die Ausstattung teilweise an die Skulpturen von Allen Jones an.

Allen Jones lebt und arbeitet in London.

© Kunsthaus Lempertz

Allen Jones Preise

KünstlerKunstwerkPreis
Allen JonesBra-la-la€148.800
Allen JonesLIFE CLASS€13.200
Allen JonesLife Class€9.000
Allen JonesOhne Titel (Barszene)€8.330
Allen JonesOhne Titel€7.320
Allen JonesCHEST€7.200

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