Xanti (Alexander) Schawinsky

Geburtsdatum/-ort

26. März 1904, Basel, Schweiz

Todestag/-ort

11. September 1979, Locarno, Schweiz

Xanti (Alexander) Schawinsky - Explosion
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Xanti (Alexander) Schawinsky Biografie

Xanti Schawinsky war ein Feuerbringer, ein künstlerischer Prometheus, der sich rastlos bemühte, neue Wege zu erschließen und eine schöpferische Hochkultur zu entwickeln. Nicht zuletzt dank seiner meisterhaften Improvisationskunst verstand er es, vielfältige und überraschende Akzente zu setzen.

Xanti Schawinsky - Breit gestreutes künstlerisches Interesse

Xanti Schawinsky wurde am 25. März 1904 in Basel als Alexander Victor Schawinsky geboren. Als zweites Kind einer wohlhabenden polnisch-jüdischen Kaufmannsfamilie erhielt er eine gute Ausbildung. Nachdem er bis 1921 in Zürich ein Gymnasium besucht hatte, arbeitete er im Kölner Architekturbüro von Theodor Merill als Volontär. Der Besuch der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule in Berlin währte nur kurz, dann lockte das Bauhaus: Auf einer Ausstellung in Weimar lernte er 1923 Walter Gropius und Josef Albers kennen und bemühte sich bereits im Folgejahr um Aufnahme an der berühmten Kunstschule. Am Bauhaus studierte Xanti Schawinsky unter László Moholy-Nagy, Wassily Kandinsky, Paul Klee und Adolf Meyer. In der Bühnenabteilung von Oskar Schlemmer sammelte er erste Erfahrungen mit der Bühnenarbeit, schuf tänzerische Pantomimen und Sketche. 1925 übersiedelte Xanti Schawinsky mit dem Bauhaus nach Dessau und erweiterte sein künstlerisches Spektrum um die experimentelle Fotografie. Daneben spielte er leidenschaftlich Saxofon in der Bauhaus-Kapelle und schuf Bühnenbilder für das Zwickauer Stadttheater.

Stete Suche nach neuen Ideen und Konzepten

Xanti Schawinsky wollte sich nicht mit etablierten Kunstformen zufriedengeben und beschäftigte sich bereits am Bauhaus mit neuen Konzepten. Mit dem »Spectodrama« gelang ihm ein früher Versuch seines später umfassend ausgearbeiteten und verfeinerten Totaltheaters. Neben seiner Bühnenarbeit widmete sich Schawinsky zudem intensiv der Malerei und konnte Ende der 1920er Jahre an mehreren Ausstellungen teilnehmen. 1927 präsentierte er einige seiner Bühnenentwürfe auf der Deutschen Theaterausstellung in Magdeburg, 1929 war er auf der Ausstellung »Junge Bauhausmaler« vertreten. Zu diesem Anlass hielt der Kunsthistoriker Ludwig Grote in seiner Eigenschaft als Direktor der Anhaltischen Gemäldegalerie eine Rede, in der er ausdrücklich auf Schawinskys Schaffen einging und diesen als großen Künstler auf der Linie von Giorgio de Chirico, Oskar Schlemmer und Hans von Marées rühmte. Xanti Schawinsky pflegte enge Freundschaften mit dem Architekten Marcel Breuer und dem Fotografen Herbert Bayer. Der Stadtplaner Johannes Göderitz lotste Schawinsky 1929 als Leiter der Grafikabteilung des städtischen Hochbauamtes nach Magdeburg.

Neue Akzente als Designer in Italien und den USA

Xanti Schawinsky verließ Magdeburg bereits Ende 1931 aufgrund anhaltender rassistischer und politischer Anfeindungen. Kurzzeitig versuchte er sich als freier Künstler in Berlin eine Existenz aufzubauen, aber die Machtergreifung der Nationalsozialisten trieb ihn nach Italien. Dort begann er wieder zu malen und arbeitete als Designer und Grafiker für Unternehmen wie Cinzano, Illy Caffè, Motta und Olivetti. 1936 vermittelte Josef Albers Xanti Schawinsky einen Lehrauftrag am Black Mountain College in den USA. Auf diese Weise konnte er sich den gefährlichen Verhältnissen in Europa entziehen und seine künstlerischen Konzepte einem größeren Publikum bekannt machen. Zeitweise lehrte Xanti Schawinsky in New York, machte sich einen Namen mit großformatigen Fotomontagen und verlegte seinen künstlerischen Schwerpunkt zusehends auf die Malerei. Dabei glänzte er immer wieder durch neue, frische und überraschende Ideen, die die Erwartungen des Publikums und die Gepflogenheiten der Zeit unterliefen. Erst in den 1960er Jahren war Schawinsky auch wieder in Europa präsent.

Xanti Schawinsky starb am 11. September 1979 in London.

© Kunsthaus Lempertz

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