Leonor Fini

Geburtsdatum/-ort

30. August 1907 in Buenos Aires

Todestag/-ort

18. Januar 1996 in Paris

Leonor Fini - Les Adelphes
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Leonor Fini Biografie

Leonor Fini inszenierte sich selbst und ihre Kunst als einen großen, märchenhaften und oft rätselhaften Bilderrausch. Zu ihren Lebzeiten war die italienische Malerin wohlbekannt, nach ihrem Tod geriet sie zweitweise in Vergessenheit. In jüngerer Zeit gilt sie nach ihrer Wiederentdeckung als Pionierin der postmodernen Malerei.

Leonor Fini - Kindheit in Jungenkleidern, Ausbildung als Autodidaktin

Leonor Fini wurde am 30. August 1907 in Buenos Aires geboren. Ihre Mutter, die ursprünglich aus Triest stammte, verließ im Jahr 1909 ihren Mann, den wohlhabenden Kaufmann Emmanuel Fini, und nahm die gemeinsame Tochter ohne dessen Wissen und Einwilligung mit in ihre Heimatstadt. Um sie vor dem Zugriff des Vaters zu schützen, ließ die Mutter ihre Tochter jahrelang Jungenkleider tragen. Unter dem Eindruck des elterlichen Streits entwickelte Leonor Fini einen ausgeprägten Eigensinn, der es ihr unmöglich machte, sich in die schulische Ordnung einzufügen. Sie wurde schließlich der Schule verwiesen und bildete sich fortan als Autodidaktin in der Bibliothek ihres Onkels und durch häufige Museumsbesuche weiter. Das galt besonders für ihr Interesse an der Kunst, das schon in Kindertagen erwachte und zu reger malerischer Betätigung führte. So konnte Leonor Fini bereits im Alter von 17 Jahren eine kleine Einzelausstellung in Triest eröffnen.

Mit dem Dogmatismus der Surrealisten tat sich die Künstlerin schwer

Leonor Fini ging 1925 nach Mailand und fand dort als Porträtmalerin ihr Auskommen. Unter anderem porträtierte sie die Tochter der Modedesignerin Elsa Schiaparelli und stellte ihre Werke an der Seite von Carlo Sbisà und Arturo Nathan ihre Werke aus. Mitte der 1930er-Jahre zog Leonor Fini nach Paris, wo sie während einer Affäre mit Max Ernst die Surrealisten kennenlernte: Sie verkehrte mit Künstlern wie Man Ray, Salvador Dalí, George Bataille und André Pieyre de Mandiargues; mit einigen von ihnen schloss sie auch Freundschaft. Allerdings wusste sie mit dem surrealistischen Vordenker André Breton und seinen dogmatischen Manifesten nichts anzufangen und verzichtete darauf, sich der Bewegung anzuschließen. An dieser Abneigung hielt sie ein Leben lang fest; noch mit 75 Jahren wehrte sie sich vehement dagegen, als Surrealistin bezeichnet zu werden. Trotzdem galt sie der Kunstkritik aufgrund ihrer deutlichen Anklänge an den Surrealismus zumeist als dessen Anhängerin.

Das Hybride übte auf Leonor Fini eine große Faszination aus

Leonor Fini entwickelte einen eigenen Bilderkosmos, der aus romantischen, philosophischen und eben surrealistischen Elementen gespeist wurde. Sie posierte eng umschlungen mit dem Dichter André Pierye de Mandiargues nackt vor der Kamera des Fotokünstlers Henri Cartier-Bresson und zeigte auch sonst eine ausgeprägte Faszination für die Vermischung und Auflösung der tradierten Geschlechterrollen. Die Künstlerin liebte es, sich als androgyne Kunstfigur in reicher Kostümierung zu inszenieren. Eine besondere Vorliebe hegte sie auch für Katzen, die sie geradezu kultisch verehrte. In den 1940er-Jahren hielt sich Fini überwiegend in Monte Carlo auf, wo sie zahlreiche Porträts von wichtigen Persönlichkeiten schuf, darunter Jacques Audiberti, Jean Genet, Anna Magnani und Suzanne Flon. In Monte Carlo lernte sie den italienischen Konsul Stanislao Lepri kennen, der sich ebenfalls der Malerei zuwandte und bis zu seinem Tod ihr Lebensgefährte blieb.

Leonor Fini starb am 18. Januar 1996 in Paris.

© Kunsthaus Lempertz

Leonor Fini Preise

KünstlerKunstwerkPreis
Leonor FiniLes Adelphes€137.500
Leonor FiniSphinx€36.000
Leonor FiniSphinx€32.400
Leonor FiniSujet en or€18.600
Leonor FiniTête (Autoportrait)€4.800
Leonor FiniL'Absente€2.596

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