Wilhelm Leibl

Geburtsdatum/-ort

23. Oktober 1844 in Köln

Todestag/-ort

4. Dezember 1900 in Würzburg

Wilhelm Leibl - Mädchenkopf - die sogenannte Malresl
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Wilhelm Leibl Biografie

Wilhelm Leibl malte die Menschen. Natur, Dinge, Ereignisse waren für den deutschen Künstler von nachrangigem Belang; er blickte hinter den Schleier, vermied Idyll und Romantisierung und zeigte in seinem Werk die Menschen, wie sie waren: lebendig, gebrochen, ungeschönt.

Wilhelm Leibl - Abgebrochene Schlosserlehre in Köln, Kunststudium in München

Wilhelm Leibl wurde am 23. Oktober 1844 in Köln geboren. An eine Laufbahn als Künstler war für das fünfte von sechs Kindern zunächst nicht zu denken; stattdessen versuchte sich der Sohn des Kölner Domkapellmeisters Carl Leibl mehr schlecht als recht in einer Schlosserlehre. Schon zuvor hatte sich Wilhelm Leibl auf der Schule schwergetan – und das, obwohl sein Großvater einst Professor am altehrwürdigen Gymnasium Montanum in Köln gewesen war. Nachdem Leibl nach der Schule auch die Lehre abgebrochen hatte, nahm er seinen ersten Malunterricht bei dem deutschen Maler und Kunsthistoriker Hermann Becker, der zu dieser Zeit gerade in Köln lebte und sich als Kunstkritiker betätigte. Wilhelm Leibl fasste auf diesem Weg zum ersten Mal festen Tritt und entschloss sich, ein Studium an der Königlichen Kunstakademie in München aufzunehmen. Dort gehörten die großen Namen seiner Zeit zu seinen Lehrern: Hermann Anschütz, der als Schützling König Ludwigs I. galt, die Historienmaler Carl Theodor von Piloty und Alexander Strähuber sowie der Österreicher Arthur von Ramberg.

Fruchtbarer Austausch mit französischen Meistern, Reise nach Paris

Wilhelm Leibl bildete 1869 eine Ateliergemeinschaft mit seinen Malerkollegen Johann Sperl, Rudolf Hirth du Frênes und Theodor Alt. In diesen frühen Jahren entstand als wichtigstes Werk das Bildnis der Frau Gedon, das heute in der Neuen Pinakothek zu bewundern ist. Mit dieser Arbeit erregte Wilhelm Leibl die Aufmerksamkeit und das Interesse von Gustave Courbet. Mit dem Franzosen verband ihn ein freundschaftlicher Kontakt, der 1870 schließlich auch zu einer Reise nach Paris führte. Hier hatte Leibl die Gelegenheit, sich mit den malerischen Pioniertaten von Édouard Manet auseinanderzusetzen, die der Kunst den Weg zur Moderne ebneten. Der Kontakt mit den großen französischen Meistern blieb im Schaffen Wilhelm Leibls nicht folgenlos, sondern brachte ihm viele wertvolle Impulse. In München grübelte Leibl darüber nach, wie er diese am besten umsetzen könnte; er malte nur wenig in dieser Zeit, die auch vom Tod seines Vaters geprägt war. Vorrangig entstanden Auftragsporträts, die allerdings deutlich von der neu gewonnenen malerischen Sicherheit des Künstlers zeugen.

Urheber und Mittelpunkt des Leibl-Kreises, Rückzug nach Oberbayern

Wilhelm Leibl scharte in München zahlreiche gleichgesinnte Maler um sich, die als der Leibl-Kreis bekannt wurden. Dazu gehörten neben seinem Ateliergenossen Theodor Alt auch Karl Haider, Carl Schuch, Wilhelm Trübner und zeitweise auch Hans Thoma. 1892 ernannte der Prinzregent Luitpold von Bayern Leibl zum Königlichen Professor. Da hatte sich der Künstler allerdings schon weitgehend aus der Münchner Szene zurückgezogen und lebte mit seinem alten Freund und Weggefährten Johann Sperl in Berbling. Gemeinsam schufen die Künstler mehrere Bilder, für die Sperl die landschaftlichen Hintergründe besorgte und Leibl die Figuren malte. Für sein Werk erhielt Wilhelm Leibl Preise und Auszeichnungen, darunter die Große Goldmedaille auf der Großen Berliner Kunstausstellung im Jahr 1895.

Wilhelm Leibl starb am 4. Dezember in einer Würzburger Klinik, wohin er sich für die Behandlung seiner Wassersucht begeben hatte.

© Kunsthaus Lempertz

Wilhelm Leibl Preise

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