Henri Michaux
Henri Michaux - Ohne Titel

Michaux, Henri

Geburtsdatum/-ort

1899 Namur, Ardennen

Werke von Henri Michaux kaufen

Kaufen Sie ein Werk von Henri Michaux auf unserer kommenden Auktion!

Werke von Henri Michaux verkaufen

Besitzen Sie ein Werk von Henri Michaux, das Sie gerne verkaufen würden?

Henri Michaux sah in der Kunst das Tor zu anderen Welten und um es zu öffnen, schreckte er auch vor dem Einsatz halluzinatorischer Mittel nicht zurück. Auf diese Weise entdeckte der französische Maler, Zeichner und Dichter eine teils surrealistische Bildersprache, die er in einem umfangreichen grafischen und literarischen Werk verarbeitete.

Henri Michaux - Die schwierige Suche nach dem richtigen Weg

Henri Michaux wurde am 24. Mai 1899 in der belgischen Stadt Namur in den Ardennen geboren. Nur widerwillig begann er 1919 auf Drängen des Vaters ein Studium der Medizin; er selbst wäre lieber Priester geworden – ein Wunsch, der wohl in seiner Kindheit wurzelte, während der er Schüler auf einer Jesuitenschule gewesen war und dort auch seine Liebe zur toten Sprache Latein und vor allem der Musik entdeckt hatte. Die Begabung für das literarische Schreiben war schon in seinem ersten französischsprachigen Aufsatz deutlich geworden; sein Lehrer zeigte sich tief beeindruckt und riet zu einer schriftstellerischen Laufbahn. Weil die deutsche Besatzung während des Ersten Weltkriegs den Beginn seines Studiums verzögerte, widmete sich Henri Michaux in den erzwungenen Ruhejahren der eifrigen Lektüre von literarischen Größen wie den russischen Schriftstellern Dostojewski und Tolstoi sowie dem französischen Philosophen Ernst Hello. Außerdem studierte die Schriften des flämischen Mystikers Jan van Ruysbroek und diverse Lebensbeschreibungen christlicher Heiliger. Als er dann endlich mit dem Studium beginnen konnte, brach er es noch im selben Jahr ab und heuerte alsbald auf einem der letzten Hochsegelschiffe als Matrose an.

Als schreibender und malender Künstler immer auf der Reise

Henri Michaux fand trotz verschiedentlicher Ermutigungen während seiner Schulzeit erst 1922 zum literarischen Schreiben, als er, glücklich nach Brüssel zurückgekehrt, die Gesänge des Maldoror von Lautréamont in die Hände bekam. Diese Lektüre wirkte auf ihn als Erweckungserlebnis, und Henri Michaux betätigte sich fortan selbst als Dichter und Schriftsteller. Der Weg zur Kunst verbreiterte sich noch weiter, als er drei Jahre später mit der Malerei von Giorgio de Chirico, Max Ernst und Paul Klee in Berührung kam. Jetzt begann Henri Michaux auch selbst zu malen und fühlte sich in seiner Heimat Belgien zunehmend eingeengt und unverstanden. Auf eine Reise durch Ecuador folgte der endgültige Umzug nach Paris. In den Folgejahren unternahm Henri Michaux weitere Reisen nach Nordafrika und Italien und schließlich eine großangelegte und von ihm sehr ersehnte Reise durch Asien, die ihn stark beeinflusste. Er besuchte des Weiteren Uruguay, Argentinien und Brasilien und gelangte 1940 in das vom Vichy-Regime regierte Frankreich. Erst 1955, ein Jahrzehnt nach dem Zweiten Weltkrieg, nahm er die französische Staatsbürgerschaft an.

Überschreitung der Grenzen zu unbekannten Welten

Henri Michaux, der die wirkliche Welt so intensiv und ausdauernd bereist hatte, gab sich mit diesen Entdeckungen nicht zufrieden, sondern dürstete zeitlebens nach mehr. Es waren die scheinbar nicht zu überwindenden Grenzen des menschlichen Bewusstseins, die er unbedingt durchbrechen wollte. So setzte er seine Reisen auf imaginäre Weise fort, versuchte Traumbilder künstlerisch zu erfassen, in Wort und Bild, und griff, als ihn diese Erfahrungen nicht befriedigten, zu bewusstseinserweiternden Wirkstoffen. Über seine diesbezüglichen Experimente mit Meskalin verfasste er drei bedeutende Bücher. Als Maler nahm dreimal an der Documenta in Kassel teil und gewann 1960 den Einaudi-Preis auf der Biennale von Venedig. Dabei glänzten in Sonderheit seine Texte oft durch einen trockenen, mitunter beinahe bösartigen Humor – obwohl man dem Dichter selbst nachsagte, er habe nie auch nur den Anschein eines Lachens gezeigt. Henri Michaux starb am 19. Oktober 1984 in Paris. 1998 wurde sein Werk in die Bibliothèque de la Pléiade aufgenommen.

Henri Michaux Preise

Künstler Kunstwerk Preis
Henri Michaux Ohne Titel €36.000
Henri Michaux Ohne Titel €35.700
Henri Michaux Ohne Titel €32.725
Henri Michaux Untitled €13.420
Henri Michaux Ohne Titel €11.900
Henri Michaux Ohne Titel €8.400

Henri Michaux - Aktuelle Angebote und Referenzobjekte