Francis Picabia

Geburtsdatum/-ort

22. Januar 1879, Paris, Frankreich

Todestag/-ort

30. November 1953, Paris, Frankreich

Francis Picabia - Paysage
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Francis Picabia Biografie

Francis Picabia wollte sich als Künstler nicht festlegen; der französische Maler und Grafiker bewies sein großes Talent in vielen Stilrichtungen, erwarb sich aber besondere Verdienste um den Dadaismus, zu dessen Verbreitung er einen wichtigen Beitrag leistete.

Francis Picabia - Wirtschaftliche Unabhängigkeit begünstigte das Kunstinteresse

François Marie Martinez Picabia wurde am 22. Januar 1879 in Paris geboren. Sein Vater arbeitete als Attaché der kubanischen Botschaft, die Mutter, eine Französin, starb an Tuberkulose, als Picabia gerade sieben Jahre alt war. Bereits in jungen Jahren finanzierte Picabia seine Briefmarkensammlung, indem er ohne Wissen seines Vaters dessen Gemäldesammlung fachgerecht kopierte und die Originale verkaufte. Sein früh erwachtes Interesse an der Kunst führte Francis Picabia an die École des arts décoratifs in Paris, deren Besuch er sich dank seiner finanziellen Unabhängigkeit mit gutem Gewissen erlauben konnte. Im Anschluss nahm er weiteren Unterricht bei dem Porträt- und Historienmaler Fernand Humbert sowie bei Fernand Cormon in dessen Privatschule Atelier Cormon. Zunächst malte Francis Picabia im Stil des Impressionismus und stellte seine ersten Bilder 1903 im Salon d'Automne und im Salon des Indépendants aus. Seine erste Einzelausstellung erhielt er 1905 in der Pariser Galerie Haussmann. Bereits 1908 zeigte sein Werk allerdings deutliche Einflüsse von Fauvismus und Neo-Impressionismus, die alsbald immer stärker in eine kubistische und abstrakte Malweise mündeten.

Nähe zu den Kubisten, inspirierender Aufenthalt in New York

Francis Picabia blieb der abstrakten Malerei bis zum Jahr 1920 treu. 1909 heiratete er die Musikerin und nachmalige Kunstkritikerin Gabrielle Buffet, mit der er vier Kinder bekam. Die Ehe wurde 1930 geschieden; Buffet schloss sich 1941 der Résistance an. Bei seinen Besuchen im Atelier des Malers und Grafikers Jacques Villon lernte Francis Picabia eine illustre Runde von Künstlern kennen, darunter so klangvolle Namen wie Guillaume Apollinaire, Marcel Duchamp, Roger de La Fresnaye, Albert Gleizes und Fernand Léger. Er gehörte der dem Kubismus nahestehenden Puteaux-Gruppe an, beteiligte sich an der Armory Show in New York und beeindruckte den amerikanischen Galeristen Alfred Stieglitz so sehr, dass dieser ihm eine Einzelausstellung in seiner Galerie 291 ausrichtete. Als einige Mitglieder der Puteaux-Gruppe die kubistische Ausstellungsgemeinschaft Section d'Or gründeten, war auch Francis Picabia unter ihnen. Der Aufenthalt in New York blieb nicht folgenlos für sein Kunstverständnis; die pulsierende, immer in Bewegung befindliche Großstadt inspirierte ihn zu den Bildern seiner sogenannten mechanischen Periode, in deren Verlauf er Menschliches und Mechanisches zu vereinen trachtete.

Dadaismus, Surrealismus und die Rückkehr zum Impressionismus

Francis Picabia pflegte eine kurze Affäre mit der amerikanischen Tänzerin Isadora Duncan und gründete in Barcelona die Zeitschrift 391, die vor allem dem Dadaismus gewidmet war, aber auch schon den beginnenden Surrealismus aufnahm. Ursprünglich von Picabia als bloßer Scherz gedacht, nahm das Projekt bald eine verbissene, geradezu aggressive Färbung an. Er tauschte sich mit Arthur Cravan, Marie Laurencin und Joan Miró aus und folgte schließlich der Einladung des Dada-Pioniers Tristan Tzaras nach Zürich. Nach einem zeitweiligen leidenschaftlichen Einsatz für den Dadaismus wandte sich Francis Picabia schließlich dem Surrealismus zu, stritt sich öffentlich mit dessen wichtigstem Theoretiker André Breton, versuchte sich im Stummfilm Entr'acte von René Clairs als Schauspieler und störte sich nicht am lautstarken Zorn des Publikums. In Frankreich malte er seine Monstres, Paare mit verzerrten Gesichtern; den Effekt der einander überlagernden Gesichter nutzte Picabia auch in seinen folgenden Werken. Während des Zweiten Weltkriegs schloss sich für Picabia ein Kreis, als er sich erneut dem Impressionismus seiner Anfangsjahre zuwandte. Nach dem Krieg bewahrte ihn nur seine schlechte Gesundheit vor einem Prozess wegen Kollaboration mit den deutschen Besatzern.

Francis Picabia starb am 30. November 1953 in seiner Geburts- und Heimatstadt Paris.

© Kunsthaus Lempertz

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