Heinrich Hoerle

Geburtsdatum/-ort

1. September 1895, Köln, Deutschland

Todestag/-ort

3. Juli 1936, Köln, Deutschland

Heinrich Hoerle - Arbeiter
Heinrich Hoerle - Arbeiter

Werke von Heinrich Hoerle kaufen

Kaufen Sie ein Werk von Heinrich Hoerle in unseren kommenden Auktionen!

Werke von Heinrich Hoerle verkaufen

Besitzen Sie ein Werk von Heinrich Hoerle, das Sie gerne verkaufen würden?

Heinrich Hoerle Biografie

Heinrich Hoerle begann als Rheinischer Expressionist, war Teil des Kölner Dada, malte im Stil des Konstruktivismus und des Surrealismus, vergaß über der Stilfrage aber nie den tiefen Sinn seiner Kunst: Der deutsche Maler setzte sich mit den Schrecken des Krieges, dem harten Alltag der Arbeiter und der Entmenschlichung des Menschen in der Masse auseinander.

Heinrich Hoerle kam als Autodidakt zur Malerei

Heinrich Hoerle wurde am 1. September 1895 in Köln geboren. Seiner Neigung zur Kunst ging er überwiegend als Autodidakt nach; nur für kurze Zeit besuchte er im Jahr 1912 die Kunstgewerbeschule in Köln. Die Wohnung der Eltern beherbergte 1913 das erste Atelier des Künstlers, der sich noch im selben Jahr dem avantgardistischen Gereonsklub anschloss. Diese von Olga Oppenheimer, Franz M. Jansen und Emmy Worringer gegründete Künstlervereinigung präsentierte Bilder von Malern wie August Macke, Franz Marc, Paul Klee und Robert Delaunay. Neben Otto Freundlich und Max Ernst gehörte Heinrich Hoerle auch den Lunisten an, ehe der Erste Weltkrieg seinen künstlerischen Werdegang einstweilen unterbrach: Hoerle musste von 1916 bis 1918 als Soldat Dienst tun, was ihn allerdings nicht davon abhielt, im Jahr 1917 erste Bilder in den von Franz Pfemfert herausgegebenen Zeitschriften Aktion und Simplicissimus zu veröffentlichen. Nach Kriegsende heiratete Heinrich Hoerle Angelika Fick, die Schwester seines Malerkollegen Willy Fick.

Nach dem Krieg Anschluss an die Kölner Dadaisten

Heinrich Hoerle pflegte Kontakte zu Ret Marut, Hans Schmitz-Wiedenbrück und vor allem Franz Wilhelm Seiwert, mit dem ihn eine lange Freundschaft verband, die erst 1932 mit einem Zerwürfnis endete. Vor allem aber schloss er sich den Kölner Dadaisten um Johannes Theodor Baargeld (bürgerlich Alfred Gruenwald) an, beteiligte sich Anfang 1920 an der dadaistischen Wochenzeitschrift Der Ventilator und präsentierte seine Bilder im dadaistischen Raum auf der Herbstausstellung der expressionistischen Gesellschaft der Künste. Die Erfahrungen des Krieges verarbeitete Heinrich Hoerle in seiner Krüppelmappe, die im Lichthof des Kunstgewerbemuseums zu sehen war und mit den Mitteln des Expressionismus die Gräueltaten anprangerte. Später kam es zu Spannungen zwischen den Kölner Dadaisten: Während Johannes Theodor Baargeld und Max Ernst sich am französischen Dada ausrichteten und politische Bezüge kleinhielten, wollten Heinrich Hoerle und Angelika Hoerle regionale Maler stärken und auch politische Aussagen treffen. Es kam zur Trennung und das Ehepaar Hoerle gründete mit Anton Räderscheidt, Hans Arp, Willy Fick und Franz Wilhelm Seiwert die Gruppe Stupid.

Eine sozialistisch gesinnte Kunst für die Massen

Heinrich Hoerle vertrat eine sozialistische Gesinnung und wollte auch eine Kunst schaffen, die sich an die Massen richtete. Dafür bediente er sich stark konstruktivistischer Elemente und auch bei der Neuen Sachlichkeit. Damit feierte er in den 1920er Jahren Erfolge, musste aber den Tod seiner Frau Angelika verkraften, die der Schwindsucht erlag, wie auch der Vater und die Schwester des Künstlers. Hoerle war befreundet mit den Düsseldorfer Künstlern Gottfried Brockmann und Gerd Arntz, die seine sozialkritischen Ansätze teilten. Der Fotograf August Sander dokumentierte viele Bilder Heinrich Hoerles und nahm den Künstler auch bei der Arbeit auf. Gegen Ende der 1920er Jahre veränderte Hoerle seine Malweise unter dem Eindruck der Kunst von Giorgio de Chirico, Max Ernst und Juan Gris und malte zunehmend in einem lockeren surrealistischen Stil. In seinem Spätwerk fand Hoerle zur Wachsmalerei. In seinen letzten Jahren musste er hinnehmen, dass die Nationalsozialisten seine Kunst als »entartet« diffamierten, die 1937 erfolgte Beschlagnahmung und Entfernung seiner Werke aus öffentlichen Sammlungen erlebte Hoerle nicht mehr.
 
Heinrich Hoerle starb am 3. Juli 1936 in seiner Geburts- und Heimatstadt Köln.

© Kunsthaus Lempertz

Heinrich Hoerle Preise

KünstlerKunstwerkPreis
Heinrich HoerleArbeiter€352.800
Heinrich HoerlePaar€107.100
Heinrich HoerleBirnen€37.200
Heinrich HoerleStilleben mit Glas und Zitrone€33.600
Heinrich HoerleDer Krüppel€24.990
Heinrich HoerleTulpenstilleben€17.850

Heinrich Hoerle kaufen - Aktuelle Angebote und Referenzobjekte