André Masson

Geburtsdatum/-ort

4. Januar 1896, Balagny-sur-Thérain, Frankreich

Todestag/-ort

28. Oktober 1987, Paris, Frankreich

André Masson - Les Suppliciés
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André Masson Biografie

Andre Masson galt als einer der wichtigsten Impulsgeber des abstrakten Expressionismus, er selbst legte jedoch größten Wert darauf, das Gegenständliche nie ganz aus den Augen zu verlieren. Immer bemühte er sich darum, in seinem Werk seiner eigenen Vision zu folgen und sich bei der Wahl seiner Motive nicht von zufälligen Ereignissen treiben zu lassen.

Andre Masson - Frühe Studien in Brüssel, Umzug nach Paris

Andre Masson wurde am 4. Januar 1896 in der kleinen französischen Gemeinde Balagny-sur-Thérain geboren; acht Jahre später zog seine Familie nach Brüssel, wo er bereits 1907 im Alter von 11 Jahren an der Académie Royale des Beaux-Arts et l'Ecole des Arts Décoratifs studierte. Als wichtigster Lehrer fungierte der Symbolist Constant Montald, durch das Werk des belgischen Meisters James Ensor kam Andre Masson erstmals mit der modernen Malerei in Berührung. In den Jahren 1912–1913 kehrte er nach Frankreich zurück und vertiefte seine Studien an der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts bei Paul Baudoin. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs bewog Masson zum freiwilligen Militärdienst.

Kriegsverletzung, Haftstrafe und erste Erfolge

1917 zwang eine schwere Brustverletzung Andre Masson zu einem ausgedehnten Lazarettaufenthalt. In der Folge sprach er sich gegen den Krieg aus und wurde als Agitator verhaftet. 1918/19 tat er sich in Martigues mit Maurice Loutreuil zusammen und übte sich als Landschaftsmaler. Ab 1921 wohnte er in der Pariser Rue Blomet und befreundete sich mit seinem neuen Nachbarn, dem spanischen Künstler Joan Miró. Für kommerziellen Erfolg sorgte der Kunsthändler Daniel-Henry Kahnweiler, der mehrere Arbeiten von Masson erwarb.

Die Inspiration des Unbewussten

In den frühen 1920er-Jahren knüpfte Andre Masson viele fruchtbare Kontakte mit anerkannten Künstlern wie Jean Dubuffet, Georges Limbour, André Malraux, Antonin Artaud, Gertrude Stein und Louis Aragon. Er versuchte sich an erotischen Radierungen und experimentierte mit den "écriture automatique", Handschriften, die er aus dem Unterbewusstsein schöpfte, ohne einer willentlichen Absicht zu folgen. Eine Folge dieser Methode sind die weltberühmten Sandbilder, die der Künstler aus Leim und Sand in verschiedenen Farbtönen erstellte. 1924 erhielt Masson seine erste Einzelausstellung in der Galerie Simon in Paris.

Das Erbe des Krieges überschattete Massons Kunst

Im selben Jahr kam es zum Treffen mit André Breton, der Masson einlud, sich seiner Gruppe von Surrealisten anzuschließen. Die Zusammenarbeit verlief nicht spannungsfrei, und insbesondere der immer dominanter auftretende Breton bewog Andre Masson schließlich zum Verlassen der Gruppe. Zu diesem Zeitpunkt tobte bereits der Zweite Weltkrieg, vor dessen Schrecken Andre Masson in die USA geflohen war. Dennoch prägte das Grauen des Krieges die Arbeit des Künstlers nachhaltig: Waren der Tod und das Sterben schon zuvor wichtige Themen in seinem Schaffen gewesen, stellten die düsteren fragmentierten Figuren aus dieser Phase eine neue Ebene dar. In den 1960er-Jahren kam es zum endgültigen Bruch mit dem Surrealismus, Andre Masson wandte sich wieder mehr dem Gegenständlichen zu und schuf zahlreiche Buchillustrationen, Bühnenbilder und sogar ein Deckengemälde für das Théatre Odéon in Paris.

In den späten 1970er-Jahren machten körperliche Gebrechen Andre Masson immer mehr zu schaffen und zwangen ihn schließlich in den Rollstuhl. Die damit verbundenen Einschränkungen führten dazu, dass er die Malerei aufgab. Am 28. Oktober 1987 starb Andre Masson in Paris.

© Kunsthaus Lempertz

André Masson Preise

KünstlerKunstwerkPreis
André MassonLes Suppliciés€48.000
André MassonVisages dans la nuit des fleurs€17.700
André MassonMigrateur€14.280
André MassonFemmes cueillant des figues€10.115
André MassonHomme endormi€4.760
André MassonLa Toilette de la Mariée€3.451

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