Trübner, Wilhelm

Geburtsdatum/-ort

3. Februar 1851 in Heidelberg

Todestag/-ort

21. Dezember 1917 in Karlsruhe

Wilhelm Trübner - ANSICHT VON KRONBERG IM TAUNUS.
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Wilhelm Trübner glaubte an das Prinzip der Reinen Malerei, stellte die Darstellung über das Motiv und schätzte besonders die Grüntöne. Der deutsche Maler bewegte sich ausdrucksstark zwischen Naturalismus und Impressionismus und veröffentliche verschiedene Schriften zur Kunsttheorie.

Wilhelm Trübner - Kunststudium in Karlsruhe, Stuttgart und München

Wilhelm Trübner wurde am 3. Februar 1851 in Heidelberg geboren. Der Sohn eines angesehenen Goldschmieds sollte ursprünglich in die Fußstapfen seines Vaters treten und dessen Werkstatt übernehmen, doch lernte er noch während seiner Lehrzeit den Maler Anselm Feuerbach kennen, der ihm zu einer Laufbahn als Künstler riet. Feuerbachs Fürsprache bewog den skeptischen Vater, einen Besuch der Kunstschule in Karlsruhe zu bewilligen, wo Wilhelm Trübner von Feodor Dietz und Rudolf Schick unterrichtet wurde. Kurzzeitig wechselte er nach München, wo er weiteren Unterricht von Alexander Wagner erhielt und mit dem Werk von Gustave Courbet und Wilhelm Leibl in Berührung kam, das ihn tief beeindruckte. Für kurze Zeit ging er nach Stuttgart, studierte dort bei dem Österreicher Hans Canon, kehrte aber bereits 1870 wieder nach München zurück und wurde dort Schüler von Wilhelm van Diez. In dieser Zeit machte er nicht nur die Bekanntschaft von Albert Lang und Carl Schuch, sondern lernte auch den von ihm sehr bewunderten Wilhelm Leibl endlich persönlich kennen. Letzterer empfahl ihm eine Loslösung vom akademischen Betrieb.

Ateliergemeinschaft mit Hans Thoma, Schwerpunkt Landschaftsmalerei

Wilhelm Trübner widmete sich gern der Landschaftsmalerei und malte häufig die Natur um den Starnberger See. In München teilte er sich mit seinen Malerkollegen Albert Lang und Hans Thoma ein Atelier. Er unternahm mehrere Studienreisen, bevorzugt nach Italien, besuchte aber auch Belgien und die Niederlande. Ende der 1870er-Jahre festigte sich sein Interesse an mythologischen und literarischen Motiven, die er auf möglichst naturalistische Weise darzustellen suchte. Regen Umgang pflegte Wilhelm Trübner in dieser Zeit mit bedeutenden Künstlern wie Max Liebermann, Max Slevogt und Lovis Corinth, die ihn in die Münchner Secession einführten, in der Trübner allerdings nur kurz Mitglied blieb, da er bereits im Folgejahr der Freien Vereinigung München beitrat. Der Architekt und Bauunternehmer Simon Ravenstein förderte den Künstler durch verschiedene Aufträge. 1895 zog Wilhelm Trübner nach Frankfurt, um einen Lehrauftrag an der Städelschule anzunehmen, drei Jahre später erhielt er den Professorentitel.

Heirat mit Alice Auerbach, künstlerische und wirtschaftliche Erfolge

Wilhelm Trübner heiratete im Jahr 1900 seine Schülerin Alice Auerbach, die ihm 15 Jahre lang eine ebenbürtige Partnerin war und ihn mit großem Kunstverständnis beriet und unterstützte. 1914 unterzeichnete Trübner das von Ludwig Fulda verfasste Manifest der 93, das die Besetzung Belgiens durch deutsche Truppen während des Ersten Weltkriegs rechtfertigen sollte. 1916 kam im Alter von nur 40 Jahren Alice Trübner unter tragischen, bis heute nicht ganz geklärten Umständen ums Leben. Der Tod seiner Frau belastete Wilhelm Trübner sehr. Wirtschaftlich war der Künstler hingegen gut gestellt, sodass er es sich erlauben konnte, eine umfangreiche Gemäldesammlung aufzubauen, die sich zum einen aus Bildern seiner Lehrer und Weggefährten wie Anselm Feuerbach, Hans Canon, Wilhelm Leibl und Theodor Alt zusammensetzte, zum anderen aber auch aus Werken alter Meister wie Lucas Cranach dem Älteren. Außerdem interessierte sich Trübner sehr für asiatische Kunst. Zu seinen Schülern zählte Hans Breinlinger.

Wilhelm Trübner starb am 21. Dezember 1917 in Karlsruhe.

© Kunsthaus Lempertz

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