Wolf Vostell

Geburtsdatum/-ort

14. Oktober 1932 in Leverkusen

Todestag/-ort

3. April 1998 in Berlin

Wolf Vostell - Amiq
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Wolf Vostell Biografie

Wolf Vostell machte sich als Begründer und herausragender Vertreter der europäischen Fluxus-Bewegung einen internationalen Namen. Indem der deutsche Bildhauer, Maler und Happening-Künstler grundsätzlich jedem Objekt eine Eignung als Kunstwerk zuerkannte, eröffnete er der schöpferischen Erschließung der Welt einen weiten Horizont.

Wolf Vostell - Studium in Wuppertal und Paris, Entwicklung der Décollage

Wolf Vostell wurde am 14. Oktober 1932 als Wolf Schäfer in Leverkusen geboren. Die Kriegsjahre verbrachte er mit seinen Eltern und seiner jüngeren Schwester im Sudetenland, 1945 kehrte die Familie zurück nach Leverkusen. Bereits während seiner Schulzeit tat sich Wolf Vostell mit seinem Zeichentalent hervor, 1950 begann er eine Lehre zum Fotolithograf. 1952 legte änderte er seinen Geburtsnamen Schäfer zum Mädchennamen seiner Mutter: Vostell. 1954 begann er ein Studium an der Werkkunstschule Wuppertal, während eines Aufenthalts in Paris entwickelte er sein Prinzip der Décollage, inspiriert durch die Zeitungsschlagzeile über einen missglückten Flugzeugstart. Das französische Wort decollage kann sowohl das Starten eines Flugzeugs als auch das Abkratzen von Geklebtem bezeichnen. Durch das Abreißen öffentlicher Plakate werden alte Schichten wieder zum Vorschein gebracht, Gegenwart und Vergangenheit vermischt, Aktualität infrage gestellt. Wolf Vostell lernte in dieser Zeit auch den Komponisten Karlheinz Stockhausen kennen und studierte an der École des Beaux-Arts in Paris.

Begründer der FLUXUS-Bewegung und Initiator des Happenings

Wolf Vostell setzte sein Studium 1958 in Düsseldorf fort und lernte während einer Spanienreise die junge Lehrerin Mercedes Guardado Olivenza, die er zwei Jahre später heiratete und sein ganzes Leben lang als seine Muse und Seelenverwandte begriff. 1962 gründete Wolf Vostell gemeinsam mit anderen Künstlern die berühmte Gruppe FLUXUS. Das erklärte Ziel aller Beteiligten war die konsequente Überwindung bestehender Grenzen und Vorstellungen. Dafür bediente man sich auch bewusst und wiederholt der Provokation, um das Publikum aufzustören. Mit seiner Aktion Neun-Nein-dé-coll/agen wurde Wolf Vostell zu einem der Initiatoren des Happenings. Sein aufwendigstes Projekt dieser Art wurde die sechsstündige Veranstaltung In Ulm, um Ulm und um Ulm herum. Zu der Aktion gehörte ein Konzert mit drei Düsenflugzeugen, die an aktuelle politische Ereignisse wie den Vietnamkrieg gemahnen sollten. Mit seinen spektakulären Happenings gelang Vostell auch der Schritt über den großen Teich: 1966 konnte er das gesamte U-Bahn-Netz der Stadt New York in sein Projekt Dogs and Chinese not allowed miteinbeziehen.

Kritik an Krieg, Abgrenzung und Konsumgesellschaft

Wolf Vostell übersiedelte 1971 in das geteilte Berlin. Sein neuer Wohnort stand für den Künstler als Symbol der Brutalität und Kriegsgewalt. Zu einem zentralen Motiv seines Schaffens wurden jetzt der Holocaust und die Berliner Mauer. Der späteren Wiedervereinigung stand Vostell kritisch gegenüber, wie er allgemein ein kritisches Bild der modernen Welt pflegte. Dabei scheute er keineswegs davor zurück, als einer der ersten Künstler technische Errungenschaften wie Fernseher in seine Performances zu integrieren: Er ließ mangels Videotechnik eine Fernsehausstrahlung live filmen und verzerrte die dabei entstehenden Bilder. Besonders häufig arbeitete er mit Beton, der zu seinem Markenzeichen wurde. Mitunter betonierte er ganze Automobile ein, bis die Karosserie an einen Sarg erinnerte. Die in Deutschland vorherrschende Begeisterung für das Auto betrachtete Vostell als irrational und wollte das auch zum Ausdruck bringen.

Wolf Vostell starb am 3. April 1998 in Berlin.

© Kunsthaus Lempertz

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