Hans Arp

Geburtsdatum/-ort

1886 Straßburg

Todestag/-ort

1966 Basel

Hans Arp - Relief concret D
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Hans Arp Biografie

Hans Arp - "Relief concret D" - verkauft für 96.000 Euro

Im Kunsthaus Lempertz werden die Werke des Künstlers Hans Arp in den Auktionen moderner Kunst verkauft. Folgen Sie den hier aufgeführten Links, um einige Highlights der letzten Jahre zu betrachten:

  • Hans Arp - Relief concret D
  • Hans Arp - Ohne Titel
  • Hans Arp - Composition dans un cercle No. 4
  • Hans Arp - Configuration

Hans Arp

Hans Arp, auch unter seinem französischen Namen Jean Arp bekannt, war ein Ausnahmekünstler, der sich nicht um Grenzen scherte, sondern ganz seiner Inspiration folgte. Gerühmt als der bedeutendste Bildhauer der Abstraktion war er gleichzeitig ein hellwacher, neugieriger Experimentator, der sich um Dadaismus, Dichtkunst und Surrealismus verdient machte.

Sorgenfreie Kindheit, künstlerische Sinnsuche

Hans Arp wurde am 16. September 1886 als Hans Peter Wilhelm Arp in Straßburg geboren. Aus einer deutsch-französischen Familie stammend und im Elsass lebend wuchsen Hans Arp und sein fünf Jahre jüngerer Bruder Willie dreisprachig auf; der Vater besaß eine gut gehende Zigarrenfabrik und konnte für eine gute Bildung seiner Söhne sorgen. Die rundförmigen Rauchschwaden der väterlichen Zigarre fanden sich später vielfältig in der Kunst Hans Arps wieder. In seinen Jugendjahren interessierte sich Arp mehr für Literatur als für die bildenden Künste; er las die Dichter der deutschen Romantik, etwa Clemens Brentano, Novalis und Ludwig Tieck sowie die französischen Poeten Comte de Lautréamont und Arthur Rimbaud. Schon früh begeisterte er sich aber auch für die Bildhauerei, gestaltete im Alter von 16 Jahren eigene Skulpturen und gewann Gefallen daran. Die Entscheidung für die Kunst führte zum Besuch gleich mehrerer Schulen und Akademien zunächst in seiner Heimatstadt Straßburg, dann in Weimar und sogar Paris, aber für den unabhängigen Geist bedeuteten die etablierten Systeme nur Einengung und Gefängnis. Schließlich entschied sich Arp gegen eine akademische Ausbildung und entwickelte als Autodidakt seine eigene Formsprache.

Heirat mit Sophie Taeuber, neue Sprache der Kunst

Nach seinem Aufenthalt in Paris, wo er erstmals an der Seite von Signac und Matisse in der Galerie Bernheim Jeune ausstellen konnte, zog Arp mit seiner Familie in die Schweiz. Dort lernte er Wassily Kandinsky kennen, kam mit der Künstlergruppe Der Blaue Reiter in Kontakt und schuf seine ersten ungegenständlichen Bilder, die er aber nach eigenem Zeugnis aus Unsicherheit und Unzufriedenheit wieder zerstörte. 1916 rief er mit Richard Huelsenbeck, Marcel Janco, Emmy Hennings und Hugo Ball den Schweizer Dadaismus ins Leben. Im selben Jahr befreundete er sich mit der Künstlerin Sophie Taeuber, die seine Ansichten über die Kunst teilte. 1922 heiratete das Paar und Hans Arp sagte über seine Frau, sie habe ihm den rechten Weg gezeigt, den Weg zur wahren Schönheit. Gemeinsam machte sich das Paar daran, die Grenzen der Formen zu sprengen, Etabliertes zu zertrümmern und aus den Bruchstücken Neues zu schaffen. Hans Arp tat das nicht nur als Bildhauer, sondern fertigte auch Textcollagen an, entwarf Buchillustrationen und beteiligte sich an Dada-Zeitschriften. In diesen Jahren war es aber vor allem Sophie Taeuber-Arp, die mit ihrer Arbeit als Lehrerin für Textildesign den Lebensunterhalt des Paares bestritt.

Schwierige Kriegsjahre, großer Nachkriegserfolg

Hans Arp und seine Frau Sophie zogen nach Paris und nahmen die französische Staatsbürgerschaft an. Gemeinsam mit dem Architekten Theo van Doesburg arbeiteten sie an dem prestigeträchtigen Projekt Aubette – der künstlerischen Ausgestaltung der Innenräume eines großen Lokals. Ende der 1920er-Jahre erhielt das Paar so viele Aufträge, dass Sophie ihre Stellung an der Kunstgewerbeschule kündigen konnte. Seit 1930 knüpfte Hans Arp, der zuvor überwiegend als Maler und Grafiker in Erscheinung getreten war, wieder an seine Jungenderfahrung an und betätigte sich als Bildhauer. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten brachte die gefürchtete Einstufung als »entartete Kunst« und beraubte das Ehepaar Arp nahezu sämtlicher Einkünfte. 1943 starb Sophie Taeuber-Arp an einer Kohlenmonoxidvergiftung. Hans Arp litt jahrelang unter diesem Verlust, der ihn nicht nur als Mensch, sondern auch als Künstler empfindlich traf. In den Nachkriegsjahren konnte er sich als internationale und viel gefeierte Größe auf dem Kunstmarkt etablieren, insbesondere in den USA genoss er eine so ausgezeichnete Reputation, dass er zeitweilig sogar über eine Emigration nachdachte. Die zahlreichen Verkäufe ermöglichten ihm ein sorgenfreies Leben, 1959 fand er in Marguerite Hagenbach auch wieder ein privates Glück.

Hans Arp starb am 7. Juni 1966 in Basel an einem Herzinfarkt.

© Kunsthaus Lempertz

Hans Arp Preise

KünstlerKunstwerkPreis
Hans ArpRelief concret D€96.000
Hans ArpPetite figure appuyée dite l'égyptienne€93.000
Hans ArpOhne Titel€37.200
Hans ArpComposition dans un cercle No. 4€20.400
Hans ArpConfiguration€13.310
Hans ArpKonstellation€13.200

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