Raoul Dufy

Geburtsdatum/-ort

1877 Le Havre

Todestag/-ort

1953 Forcalquier

Raoul Dufy
Raoul Dufy - Le funiculaire à L'Estaque

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Raoul Dufy Biografie

Raoul Dufy zauberte mit Farben und schuf eine Kunst von sanfter Freundlichkeit, die den Betrachter zum Verweilen einlädt und ihm einen seltenen Moment der Ruhe in einer immer rastloseren Welt gönnt. Dabei schwankte der französische Maler zeitlebens zwischen lebensbejahender Genussfreude und kontemplativer Sinnsuche.

Raoul Dufy stieß an die Grenzen des Naturalismus

Raoul Dufy wurde am 3. Juni 1877 in Le Havre in der Normandie geboren. Seine Karriere als Maler begann mit dem Besuch von Abendkursen, ehe er mithilfe eines Stipendiums in Paris an der École nationale supérieure des beaux-arts studieren konnte. Der nächste Schritt führte ihn in das Atelier des französischen Historienmalers Léon Bonnat. Die frühen Jahre von Raoul Dufy waren stark vom Naturalismus geprägt, er folgte der Tradition von Pascal Dagnan-Bouveret, Léon Lhermitte, Jules Bastien-Lepage und seinem Lehrer Bonnat. Auf dem 1901 entstandenen Bild Ende des Tages in Le Havre zeigte Dufy inmitten eines malerischen Sonnenuntergangs die schweren Arbeitsbedingungen der Hafenarbeiter. Zu dieser Zeit deutete nichts darauf hin, dass der Künstler sich nur wenige Jahre später dem Fauvismus zuwenden würde. Ab dem Jahr 1905 wechselte er von seinen bisherigen düsteren sozialkritischen Motiven zu einer freundlich-lichten Darstellung diverser Freizeitaktivitäten. Als er bei dem Versuch, die besondere Lichtstimmung am Strand von Sainte-Adresse künstlerisch einzufangen, feststellen musste, dass es unmöglich war, die Natur wirklichkeitsgetreu nachzuahmen, überdachte er seinen Malstil.

Fauvismus, Kubismus und die Suche nach der Wahrheit

Von nun an wollte Raoul Dufy nicht das Äußerliche, sondern Innere einer Sache malerisch festhalten – dieser neu gefasste Entschluss und die Begegnung mit Henri Matisse, dessen Werk Luxus, Ruhe und Freude er 1905 bei einer Ausstellung im Salon des Indépendants kennenlernte, führte ihn letztlich zum Fauvismus. Gemeinsam mit Albert Marquet, der Matisse nahestand, verbrachte Raoul Dufy einen Sommer in der Normandie, um dort endgültig die impressionistisch-realistische Darstellung hinter sich zu lassen und sich ganz dem Spiel von Form und Farbe zu öffnen. Für Dufy war dies eine ideale Vorstellung von Kunst, die Suche nach einer Wahrheit, die zu finden durch das bloße Abbilden der äußeren Erscheinung nicht möglich war. Doch führte ihn diese mit großem Ernst und viel Eifer betriebene Suche über seinen Freund und Lehrer Matisse hinaus, näher an den 1906 verstorbenen, zu Lebzeiten viel verkannten Paul Cézanne heran und schließlich zum Kubismus, den er bis 1915 verfolgte, ohne dabei so weit zu gehen wie wenig später Braque und Picasso.

Späte Ehrungen und finanzieller Erfolg

Weil Raoul Dufy mit seinen leichtherzigen Malereien nicht genügend Käufer fand, um davon seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, war er außerdem auf Auftragsarbeiten angewiesen. Zu diesem Zweck schuf Tapisserien, Holzschnitte und Keramikarbeiten. Erst mit der späten Umstellung auf eine mehr monumentale, ausdrucksstarke Darstellung erwarb er sich einige Anerkennung und konnte endlich von der Malerei leben. 1937 wurde Raoul Dufy für die Weltausstellung in Paris damit beauftragt, den Pavillon de la lumière zu gestalten. Er löste diese Aufgabe spektakulär durch das zur damaligen Zeit größte Bild der Welt – sein Werk maß 600 Quadratmeter. Raoul Dufy starb am 23. März 1953 in Forcalquier. Eine Auswahl seiner Werke wurde postum auf der ersten documenta in Kassel gezeigt. Sein jüngerer Bruder Jean Dufy, ebenfalls als Maler erfolgreich, überlebte ihn um 11 Jahre.

© Kunsthaus Lempertz

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