Toni Stadler

Geburtsdatum/-ort

1888 München

Todestag/-ort

1982 München

Toni Stadler
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Toni Stadler Biografie

Toni Stadler gelang es als einem der wenigen Künstler, sich in zwei höchst unterschiedlichen Welten sicher zu bewegen. Der deutsche Bildhauer und Zeichner verstand sich sowohl auf die Ästhetik der Klassik wie auch auf die der Moderne; so konnte er sich mit seinem vielschichten Oeuvre über Jahrzehnte hinweg in den oberen Rängen der Kunstgeschichte behaupten und gilt bis heute als einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer des 20. Jahrhunderts.

Toni Stadler - Unterricht bei August Gaul, Hermann Hahn und Aristide Maillol

Toni Stadler junior wurde am 5. September 1888 in München geboren. Der Sohn des aus Österreich stammenden Landschaftsmalers Anton von Stadler kam durch seinen Vater, einem Mitbegründer der Münchener Sezession, schon früh mit den bildenden Künsten in Berührung. Von 1906 bis 1909 besuchte Toni Stadler zunächst die Kunstgewerbeschule, dann die Akademie der Bildenden Künste in München. 1909 ging er nach Berlin, um sich im Atelier von August Gaul weiterzubilden; hier übte er sich in plastischen Tierstudien und lernte Paul Cassirer und Max Liebermann kennen. Zurück in München versuchte er sich kurzfristig als freier Künstler, ehe er zum Kriegsdienst eingezogen wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg studierte Toni Stadler wieder an der Münchner Akademie bei Hermann Hahn, 1927 ging er nach Paris, wo Aristide Maillol, der große Antipode von Auguste Rodin, sein Lehrer war. Toni Stadler lernte auf seinen Reisen die Plastiken der Ägypter, Etrusker und Griechen kennen und zeigte sich von dem Kunstschaffen der antiken Kulturen tief beeindruckt.

Freundschaft mit Hans Purrmann, Professur an der Städelschule

Schon früh gewann Toni Stadler Preise und Auszeichnungen, 1934 wurde ihm der Rom-Preis der Preußischen Akademie der Künste zuerkannt, ein Jahr später weilte er zusammen mit Gerhard Mack in der Villa Massimo in Rom. Der Aufenthalt in Italien prägte und beindruckte Stadler sehr, bei einer neuerlichen Reise nach Florenz lernte er schließlich Hans Purrmann kennen, mit dem ihn rasch eine enge Freundschaft verband. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten bedeutete für Toni Stadler im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen keine Einschränkung: 1939 nahm er an der Eröffnung der Großen Deutschen Kunstausstellung in München teil und erhielt in diesem Rahmen von Adolf Hitler den Titel eines Professors verliehen. Noch während des Zweiten Weltkriegs trat er 1942 eine ordentliche Professur an der Städelschule in Frankfurt am Main an, wo er zuvor bereits zwei Jahre lang die Bildhauerklasse betreut hatte. Nach dem Krieg lehrte Stadler als Professor in München, gehörte zeitweilig dem Vorstand des Deutschen Künstlerbundes an und kehrte als Ehrengast in die Villa Massimo zurück. Insgesamt dreimal nahm er an der Documenta in Kassel teil.

Anschluss an die Moderne, Geistesverwandtschaft mit Priska von Martin

Toni Stadler war zweimal verheiratet, zunächst seit 1925 mit Hedda von Kaulbach, der Tochter des Porträtmalers Friedrich August von Kaulbach, und seit 1942 vierzig Jahre lang mit der Künstlerin Priska von Martin, die ihn sehr verehrte und sich zeitlebens als seine Schülerin verstand. Gemeinsam schaffte das Paar in den 1950er- und vor allem 1960er-Jahren den Anschluss an die internationale Moderne. Toni Stadler starb am 5. April 1982 in seiner Geburts- und Heimatstadt München. Wenige Wochen zuvor hatte sich seine zweite Frau Priska von Martin aufgrund einer schweren Erkrankung das Leben genommen.

© Kunsthaus Lempertz

Toni Stadler Preise

KünstlerKunstwerkPreis
Toni StadlerWoge€95.200
Toni StadlerAglaia€94.400
Toni StadlerKnabentorso€15.600
Toni StadlerWeibliche Büste€9.520
Toni StadlerMädchenmaske€7.800
Toni StadlerMädchen mit Krug€7.670

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