Arman

Geburtsdatum/-ort

17. November 1928, Nizza, Frankreich

Todestag/-ort

22. Oktober 2005, New York, Vereinigte Staaten

Arman - OHNE TITEL (KONZERTFLÜGEL)
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Arman Biografie

Arman machte aus Wutanfällen Kunst und erhob die Wiederholung zum Prinzip: Für den französisch-amerikanischen Objektkünstler und Mitbegründer des Neuen Realismus bedeutete Müll Inspiration und Zerstörung Schöpfung. Diese Haltung polarisierte – und brachte internationalen Erfolg.

Arman - Zwischen bildender Kunst, Judo, Buddhismus und Esoterik

Arman wurde am 17. November 1928 als Armand Pierre Fernandez in Nizza geboren. Als einziges Kind eines wohlhabenden spanischen Antiquitätenhändlers verbrachte er seine Kindheit und Jugend in sorgenfreien Verhältnissen und konnte seine Neigungen zur Kunst ungestört entfalten. Der Vater brachte ihm das Malen mit Ölfarben bei und weckte außerdem die Liebe zur Musik. Unmittelbar nach Abschluss der Schule schrieb sich Arman darum an der École Nationale des Arts Décoratifs in Nizza ein. Neben dem Kunststudium besuchte er begeistert einen Judoclub, in dem er 1947 Yves Klein kennenlernte. Beide Künstler teilten das Interesse an den Lehren der Rosenkreuzer und des Buddhismus und lasen die Schriften des griechisch-armenischen Esoterikers Georges I. Gurdjieff. An der Seite von Klein und Claude Pascal unternahm Armand Pierre Fernandez eine Europareise und trug sich mit dem Gedanken, Auktionator zu werden. 1953 heiratete er die französische Komponistin Éliane Radigue, mit der er drei Kinder hatte. Die Ehe wurde 1971 wieder geschieden.

Erste Erfolge und Mitbegründer des Nouveaux Réalisme

Arman leistete 1952 seinen Militärdienst ab und konzentrierte sich im Anschluss auf seine Künstlerlaufbahn. Wichtige Einflüsse empfing er von dem deutschen Dadaisten Kurt Schwitters, dessen Bilder er in der Pariser Galerie des deutschen Kunstsammlers Heinz Berggruen zum ersten Mal sah und die ihn zu seiner Werkserie Cachets, den »Stempelbildern«, inspirierten. Als anlässlich seiner ersten Einzelausstellung sein Name auf der Einladungskarte falsch geschrieben stand – es fehlte das ›d‹ – machte der Künstler kurzerhand aus der Not eine Tugend und nannte sich fortan schlicht und einprägsam Arman. Den Durchbruch brachte ihm die skandalumwitterte Ausstellung Le Plein in der Galerie Iris Clert: In Anlehnung an die zwei Jahre zuvor durchgeführte Ausstellung Le Vide seines Künstlerfreundes Yves Klein, der einfach einen weiß gestrichenen, aber völlig leeren Raum mit blauem Licht ausgeleuchtet hatte, füllte Arman die Ausstellungsräume mit Unrat. Noch bedeutender war aber das Ereignis, das sich wenige Tage später in der Wohnung seines Freundes Yves Klein abspielte: Dort konstituierte sich die Künstlerbewegung Le Nouveaux Réalistes um ihren Vordenker Pierre Restany.

Türme aus Violinen und Panzern

Arman sorgte ab 1961 mit seinen als »Wutanfälle« (colères) bezeichneten Aktionen für Aufsehen, in deren Mittelpunkt die Zerstörung von Objekten stand, zunächst durch bloßes Zertrümmern, später auch durch Zerschneiden und sogar durch Dynamit. In den 1980er Jahren häufte er Violinen zu schiefen Türmen an und brachte auf seinen Bildern musikalische Töne in Form von Farbspritzern an. 1991 schuf der Künstler Porträts berühmter Komponisten, die natürlich nicht gemalt, sondern aus Musikinstrumenten zusammengesetzt waren. Größere Dimensionen nahm Armans 1995 in Beirut entstandenes Monument Hope for Peace an: Es war 32 Meter hoch und bestand aus 83 in Beton gegossenen Militärfahrzeugen. Für sein Werk erhielt Arman Preise und Auszeichnungen, darunter 1972 den Ordre national du Mérite, 1984 den Ordre des Arts et des Lettres sowie 1989 die Aufnahme in die französische Ehrenlegion durch den damaligen Staatspräsidenten François Mitterand.

Arman starb am 22. Oktober 2005 in New York.

© Kunsthaus Lempertz

Arman Preise

KünstlerKunstwerkPreis
ArmanOHNE TITEL (KONZERTFLÜGEL)€99.600
ArmanPortrait Poubelle de Pierre Restany€57.040
ArmanDream All Shot€55.200
ArmanOhne Titel (Colère de Violons)€49.600
ArmanOHNE TITEL (CELLI)€46.800
ArmanOHNE TITEL€39.600

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