Franz Seraph von Lenbach

Geburtsdatum/-ort

1836 Schrobenhausen

Todestag/-ort

1904 München

Franz von Lenbach
Franz von Lenbach - Portrait der Marion Lenbach

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Franz Seraph von Lenbach Biografie

Franz von Lenbach war der Münchner Malerfürst; er errichtete sich mit Pinsel und Leinwand ein Königreich, dem zu seinen Lebzeiten an Pracht und Anziehungskraft nichts gleichkam und dem Adel und Bürgertum gleichermaßen verfielen. Nichts war von Belang, wenn Lenbach es nicht malte.

Franz von Lenbach - Bescheidene Anfänge, Förderung durch Karl Theodor Piloty

Franz von Lenbach wurde am 13. Dezember 1836 als Franz Seraph Lenbach in Schrobenhausen geboren. Weil sein Vater als Stadtmaurermeister in einer Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs viele Aufträge bekam, wuchs Franz von Lenbach trotz zahlreicher Geschwister in relativem Wohlstand auf, auch wenn der Künstler selbst später gern damit kokettierte, ein Bauernsohn aus einfachsten Verhältnissen gewesen zu sein, der nur durch eigene Schaffenskraft zum reichen Mann geworden sei. Er bewährte sich als ausgezeichneter Schüler und sollte zunächst eine handwerkliche Ausbildung durchlaufen, die ihm eine spätere Mitarbeit im väterlichen Betrieb ermöglichen würde. Im Atelier des Baubildhauers Anselm Sickinger entdeckte er aber schnell seine künstlerische Begabung, die er, angeregt von seinem Freund und Akademiestudenten Johann Baptist Hofner, an der Münchner Kunstakademie zu verfeinern gedachte. Schließlich wurde er Schüler von Hermann Anschütz und schließlich von Karl Theodor von Piloty, mit dem Franz von Lenbach lebenslang verbunden blieb, obwohl ihre künstlerische Auffassung sich rasch voneinander entfernte: Piloty schwelgte in akademischen Historienmalereien, während Lenbach am liebsten in der freien Natur unter der Sonne malte.

Erste finanzielle Erfolge, Reisen nach Italien

Auf Vermittlung seines Lehrers und Förderers Piloty konnte Franz von Lenbach sein Gemälde Landleute vor einem Unwetter flüchtend im Münchner Glaspalast ausstellen. Der dafür erzielte Erlös von 450 Gulden sowie ein Staatsstipendium gestatteten ihm eine Studienreise nach Rom, auf der das Bild Titusbogen entstand, das er an den Grafen Pálffy verkaufen konnte. Eine üppig dotierte Stellung als Professor an der Großherzoglichen Kunstschule in Weimar gab er bald wieder auf, weil er die Überzeugung gewann, dass er selbst noch viel zu lernen hatte. Lenbach schloss Freundschaft mit dem Malern Arnold Böcklin und Reinhold Begas, denen er einige Kniffe und Techniken abschaute, dabei aber dennoch seinen eigenen Stil entwickelte, der bei der Porträtmalerei besonderen Wert auf die Individualität der abgebildeten Person legte. Im Auftrag des Kunstsammlers Adolf Friedrich von Schack Kehrte Franz von Lenbach nach Italien zurück, um für dessen Sammlung Kopien von den Werken großer Meister, vorrangig von Tizian und Rubens, anzufertigen.

Ein Prunkschloss für den Malerfürsten

Franz von Lenbach war als Porträtmaler immens begehrt und fand Zugang zu den höchsten Kreisen. Weil er die sprunghaft gestiegene Nachfrage auf herkömmlichem Weg nicht befriedigen konnte, griff er zu technischen Hilfsmitteln, deren Einsatz er allerdings aus Sorge um seinen guten Ruf vor seinen Käufern verbarg: Er malte nicht nach dem lebendigen Modell, sondern nach fotografischen Vorlagen, zudem setzte er auf eine vereinfachende Malweise, die eine leichte Massenreproduktion seiner Werke erlaubte. Auf diese erhöhten Einnahmen war der Künstler, der 1882 in den persönlichen Adelsstand erhoben worden war, dringend angewiesen, hatte er sich doch für den Bau seiner prachtvoll ausgestatteten Schlossvilla massiv verschuldet. Dort residierte Franz von Lenbach wie ein König, empfing seine illustren Freunde, darunter der Reichskanzler Bismarck, der Komponist Richard Wagner und seine Frau Cosima sowie der Nobelpreisträger Paul Heyse, und inszenierte für die staunende Münchner Bevölkerung ein bildgewaltiges Märchen mit ihm selbst als Mittelpunkt. Er war zweimal verheiratet, seine erste Frau Magdalena verließ ihn für den Arzt Ernst Schweninger, die Ehe mit seiner zweiten Frau Lolo von Hornstein brachte ihm noch acht glückliche Jahre. Franz von Lenbach starb am 6. Mai 1904 in München.

© Kunsthaus Lempertz

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