Christian Megert

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Kaum jemand blickt so häufig in den Spiegel wie Christian Megert. Mit Eitelkeit hat das aber nichts zu tun, denn der Schweizer Objektkünstler nutzt und arrangiert die reflektierenden Flächen auf seiner fortwährenden Suche nach dem endlosen Raum, in dem sich jedes Leben unendlich oft multipliziert.

Christian Megert - Studienreisen durch Europa, erste Ausstellung in Bern

Christian Megert wurde am 6. Januar 1936 in Bern geboren. Die Schweiz war zu dieser Zeit kein ganz einfaches Pflaster für Künstler; bis hinein in die 1970er-Jahre galt dort die Kunst nicht als vollwertiger Beruf. Folgerichtig studierte Christian Megert zunächst Hochbautechnik und wurde diplomierter Maurer. Dem Ruf der Kunst konnte er sich aber nicht lange entziehen und entschied sich schließlich für ein Studium an der Kunstgewerbeschule in Bern, das von 1952 bis 1955 dauerte. Im Anschluss reiste er von 1956 bis 1960 durch Europa, besuchte die Kunstgewerbeschulen in Berlin, Stockholm und Paris, wo er zahlreiche Anregungen und Inspirationen sammelte. Ebenfalls 1956 durfte Megert seine erste Ausstellung in Bern durchführen; der Künstler präsentierte monochrome Strukturbilder und Plastiken aus Eisen und Kunstharz. 1960 schließlich fand Christian Megert zu dem Stoff, aus dem er von da an den Großteil seiner (Kunst-)Träume weben sollte: Glas und Spiegel.

Die Suche nach dem Raum ohne Grenzen

Seinem Traumstoff widmete Christian Megert 1961 ein eigenes Glaubensbekenntnis, sein Spiegelmanifest: Er wolle einen Raum schaffen, sagte der Künstler, einen neuen Raum, ohne Anfang und Ende, einen Raum des Lebens, in dem alles lebt und zum Leben aufgefordert wird, einen Raum der Gegensätze, der gleichzeitig ruhig ist und laut, sich ständig bewegt und doch still verharrt. Seit 1962 organisierte Megert Ausstellungen mit der Künstlergruppe ZERO, deren Mitglieder er bereits 1960 kennengelernt hatte. 1968 nahm Christian Megert an der documenta IV in Kassel teil; sein Beitrag: ein ganzer Spiegelraum. Das Zusammenspiel von verspiegelter Decke und verspiegeltem Boden schuf die Illusion des von Megert gewünschten neuen Raums ohne Grenzen und faszinierte die Besucher. Dabei ging es dem Künstler nie um Fantasieobjekte oder das Schaffen alternativer Realitäten und Fluchträume, sein Ziel war und ist der tatsächliche Raum, den er mittels seiner Installationen interpretieren und neu ins Bild setzen möchte. Er sei ganz und gar unromantisch, gestand Megert einmal.

Umzug nach Düsseldorf, Lehrtätigkeit

Auf Einladung von Heinz Mack, den Christian Megert in Paris kennengelernt hatte, zog der Künstler nach Düsseldorf – und blieb dort. 1976 heiratete er seine Frau Franziska, im selben Jahr besetzte er auch den Lehrstuhl für Integration Bildende Kunst und Architektur an der Kunstakademie Düsseldorf, den er bis 2002 innehaben sollte. Die Bundesgartenschau 1987 in Düsseldorf unterstützte Christian Megert mit einer einer raffinierten Installation aus fünf beweglichen Spiegeltüren. Millionen Besucher zeigten sich von der betretbaren Illusion begeistert, was allerdings auch einen gewissen Verschleiß bedeutete. Anstatt für rund 9.000 Mark das abgenutzte Material zu erneuern und das Kunstwerk zu erhalten, entschied sich die Stadt Düsseldorf für Abbau und Verschrottung – ein Fehler, denn das Objekt wäre heute ein Vielfaches dieser Kosten wert. Nachgetragen hat es Christian Megert der Stadt wohl nicht: Der Künstler lebt und arbeitet noch immer in Düsseldorf und natürlich an seinem Geburtsort Bern.

© Kunsthaus Lempertz

Christian Megert Preise

Künstler Kunstwerk Preis
Christian Megert Ohne Titel €22.320
Christian Megert Ohne Titel €21.080
Christian Megert Ohne Titel €17.690
Christian Megert Ohne Titel €14.880
Christian Megert Ohne Titel €12.400
Christian Megert Ohne Titel €9.920

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