Gerhard Hoehme

Geburtsdatum/-ort

5. Februar 1920, Greppin, Deutschland

Todestag/-ort

29. Juni 1989, Neuss, Deutschland

Gerhard Hoehme
Gerhard Hoehme - Schrottplatz künftiger Katastrophen oder ein Feld verblühender Ereignisse

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Gerhard Hoehme Biografie

Gerhard Hoehme schuf ein vielseitiges und kaum zu kategorisierendes Werk, das ihn zu einem der bedeutendsten Vertreter der Abstrakten Kunst und des Informel im Deutschland der Nachkriegszeit machte.

Gerhard Hoehme - Jagdflieger im Zweiten Weltkrieg, Student bei Herbert Post und Otto Coester

Gerhard Hoehme wurde am 5. Februar 1920 in Greppin bei Dessau geboren. Zunächst absolvierte er von 1936 bis 1938 ganz traditionell und seriös eine Lehre zum Bankkaufmann; im Anschluss ließ er sich zum Flugzeugführer ausbilden. Im Zweiten Weltkrieg kam Gerhard Hoehme als Jagdflieger zum Einsatz, flog Manöver in Afrika, Griechenland und Russland. Diese Zeit prägte ihn stark und die dabei gemachten Erfahrungen verarbeitete er später immer wieder in seiner Kunst. Zwei Verwundungen erzwangen eine längere Ruhezeit, in der sich Gerhard Hoehme erstmals ausführlich mit Malerei und Grafik beschäftigte, entsprechende Kurse belegte und darin seine Berufung erkannte. Nach etwa einjähriger amerikanischer Kriegsgefangenschaft begann er in Halle an der Saale an der Kunstschule Burg Giebichenstein ein Studium bei Herbert Post; im selben Jahr heiratete er Margarete Schulze. 1951 vermittelte ihm Jean-Pierre Wilhelm eine Wohnung in Düsseldorf, wo er von 1951 bis 1953 an der Kunstakademie bei Otto Coester studierte. Es war auch Wilhelm, der Hoehme mit Jean Dubuffet und Jean Fautrier bekanntmachte.

Hinwendung zum Informel, Abfassung kunsttheoretischer Schriften

War es zu Beginn seiner Karriere noch der französische Tachismus gewesen, der die Malweise von Gerhard Hoehme bestimmte, entwickelte er sich durch den Umgang mit den französischen Künstlern des Informel sowie Dichtern und Musikern wie Pierre Boulez, Paul Celan und Pierre Restany immer stärker in Richtung der informellen Malerei. 1954 wurde Hoehme Vorsitzender des vornehmlich dem Tachismus verhafteten Künstlerkollektivs Gruppe 53. 1959 nahm er an der Documenta II in Kassel teil. 1960 ermöglichte ihm ein Stipendium den Aufenthalt in der Villa Massimo in Rom. Dort traf er auf Giulio Carlo Argan, Alberto Burri, Robert Motherwell, Mark Rothko und Cy Twombly, mit dem Schriftsteller Paul Nizon und dem Maler Piero Dorazio schloss er Freundschaft. Die Zeit in Italien erwies sich als äußerst fruchtbar, trug Hoehme den Villa-Massimo-Preis ein und führte dazu, dass er ab 1963 einen zweiten Wohnsitz in Nemi unterhielt. Die Studentenunruhen 1968 regten den Künstler zu zahlreichen Schriften an, auch die innovativen Lehren von Joseph Beuys beeindruckten ihn stark.

Das Wesen der Farbe und die Überwindung des Raumes

Die Bilder von Gerhard Hoehme wirken oft so, als betrachte man etwas aus der Vogelperspektive – eine Reminiszenz an seine frühere Begeisterung für die Fliegerei. Das wichtigste Thema seiner Kunst war aber schon früh die Farbe, deren Entwicklung in den Raum hinein ihn faszinierte, während Fläche und Form für ihn nur von untergeordneter Bedeutung waren und sich stets dem Strom der Farbe unterordnen mussten. Zunächst stieß der Farbforscher und -deuter Hoehme auf Unverständnis und Widerstand, in Sonderheit seine Serie schwarzer Bilder löste beim Publikum Kopfschütteln aus. Für Gerhard Hoehme aber war Schwarz "die Summe aller Farbe" und damit der logische Startpunkt seiner jahrelangen Beschäftigung mit dem Wesen der Farbe. Später überwand er die Grenzen der zweidimensionalen Malerei und führte plastische Elemente wie Nylonschnüre ein, die aus dem Bild in den Raum hinausführten.

Gerhard Hoehme starb am 29. Juni 1989 in Neuss. Zu seinen Schülern gehörten berühmte Namen wie Michael Bette, Sigmar Polke und Chris Reinecke.

© Kunsthaus Lempertz

Gerhard Hoehme Preise

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