Bernd und Hilla Becher

Bernd und Hilla Becher
Hilla Becher
Bernd Becher - Fosse L'Archevque, Aniche, France Nord Fosse Liévin no. 3, Eleu, France Nord Puits Marseille, St. Etienne, France Fosse Dourges no. 4, Hénin Liétard, France Nord
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Bernd und Hilla Becher Biografie

Die Schönheit des Hässlichen faszinierte Bernd und Hilla Becher. Wo das bloße Auge nur nüchterne Zweckmäßigkeit sah, fand die Kamera des Fotografenpaares eine immanente Ästhetik, die sie mit viel Gespür auf unnachahmliche Weise herausarbeitete und für ein staunendes Publikum darstellte.

Kunststudent mit Vorliebe für Industriedenkmäler

Nur die Geburt und der Tod trennten Bernd und Hilla Becher, ansonsten verbrachten sie den Großteil ihres Lebens zusammen und teilten sich eine einzigartige Künstlerlaufbahn. Bernd Becher wurde am 20. August 1931 als Bernhard Becher in Siegen geboren. Er stammte aus einer Handwerkerfamilie, von 1947 bis 1950 ging er in die Lehre bei seinem Vater, der einen Dekorationsmalerbetrieb besaß. Im Anschluss unternahm er eine Italienreise, die ihn in seinem Kunstinteresse bestärkte und schließlich an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart führte. Dort studierte er von 1953 bis 1956 bei Karl Rössing freie Grafik. Später zog er nach Düsseldorf, studierte an der Kunstakademie Typografie, lernte in einer ansässigen Werbeagentur Hilla Wobeser kennen und heiratete sie schließlich 1961. Bereits vor seinem Studium hatte sich Bernd Becher sehr für Industriedenkmäler interessiert und zahlreiche Zeichnungen und Gemälde von entsprechenden Motiven angefertigt.

Die Fotografie war Hilla Bechers Berufung

Hilla Becher wurde 2. September 1934 in Potsdam als Tochter der großbürgerlichen Familie Wobeser geboren. Schon früh interessierte sie sich für Fotografie und wurde darin gefördert von ihrer Mutter, die selbst eine Fotografenausbildung besaß. Ab 1951 ging Hilla Becher bei dem Fotografen Walter Eichgrün in die Lehre. Eichgrün war der Sohn des früheren Hoffotografen Ernst Eichgrün und fertigte nicht nur Porträts an, sondern dokumentierte auch die historischen Schlossanlagen und das Stadtbild von Potsdam. Dabei fungierte Hilla Becher als seine Assistentin und sammelte Erfahrungen, die sich für ihre spätere Künstlerkarriere als äußerst nützlich erweisen sollten. Nach einem Intermezzo in Hamburg, wo sie für eine Luftbildfirma arbeitete, wechselte sie zu der Werbeagentur von Hubert Troost nach Düsseldorf und traf dort ihren späteren Mann Bernd Becher.

Lehrtätigkeit in Düsseldorf, Durchbruch auf der documenta

Gemeinsam besuchten Bernd und Hilla Becher an der Kunstakademie Düsseldorf bei Walter Breker Gebrauchsgrafik, richteten eine Fotowerkstatt ein und unterrichteten ab 1976 selbst Studenten. Die sogenannte »Becher-Schule« brachte viele Größen der Fotografie hervor, darunter Götz Diergarten, Elger Esser, Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hütte, Jörg Sasse und Thomas Struth. Die Teilnahme an der documenta 5 brachte für Bernd und Hilla Becher den künstlerischen Durchbruch: Ihre Serie von Schwarzweiß-Fotografien sorgten für internationale Beachtung und brachten ihnen Einladungen in die ganze Welt ein. Mit Großformatkameras dokumentierte das Künstlerpaar Industrieanlagen in Europa und in den USA und schuf mit seiner sachlichen Schwarz-Weiß-Darstellung ein neues Bewusstsein für die eigene Schönheit und Ästhetik dieser Bauten. Fachwerkhäuser, Wassertürme und Gasbehälter wurden zu faszinierenden Attraktionen ausufernder Bilderserien. Weil viele der fotografierten Gebäude bald darauf abgerissen wurden, ist das fotografische Werk der Bechers nicht nur von hohem künstlerischen, sondern auch von großem historischen Wert.

Bernd Becher starb am 22. Juni 2007 in Rostock. Seine Witwe setzte das gemeinsam begonnene Werk nun alleine fort. Am 10. Oktober 2015 erlag Hilla Becher den Folgen eines schweren Schlaganfalls.
 

© Kunsthaus Lempertz

Bernd und Hilla Becher Preise

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