Nauen, Heinrich

Heinrich Nauen, der zum Kreis der Rheinischen Expressionisten zählt, absolviert von 1897 bis 1899 ein Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie, das er u.a. in Stuttgart bei Leopold von Kalckreuth fortsetzt. Prägend ist seine Begegnung mit dem Werk van Goghs, dessen Stil er adaptiert. Seit 1906 in Berlin, nimmt Nauen an Ausstellungen der Berliner Secession teil und erweitert unter dem persönlichen Eindruck von Künstlern wie Max Beckmann, Emil Nolde und Karl Schmidt-Rottluff sein stilistisches Spektrum. Dieses erfährt nach der Übersiedlung in die niederrheinische Heimat durch die rheinischen Expressionisten, u.a. durch den Freund August Macke, weitere Impulse. 1913 nimmt Nauen an dessen Ausstellung zum „Rheinischen Expressionismus“ in Bonn teil. Nach dem Ersten Weltkrieg erhält er eine Professur an der Düsseldorfer Kunstakademie, die er, seit 1933 zu den „entarteten“ Künstlern zählend, unter den Nationalsozialisten aufgeben muss. Nauens Malerei zeigt einen expressiven Stil, charakteristisch in der Vereinfachung der Formen, die oftmals scharfkantig gebildet sind und darin äußerlich kubistisch inspiriert erscheinen, sowie in der strahlenden, kraftvollen Farbigkeit, die sich nach dem Ersten Weltkrieg zu einer kühleren Palette abmildert. Porträts, Stillleben und Landschaften, aber auch allegorisch-religiöse Stoffe gehören zu seinem thematischen Repertoire. Die in Tempera-Technik ausgeführten sechs Wandbilder für die Burg Drove bei Düren (1912/13) zählen zu seinem Hauptwerk.

Heinrich Nauen Preise

Künstler Kunstwerk Preis
Heinrich Nauen Steinbruch bei Visé (Sandgrube bei Visé) €50.400
Heinrich Nauen Madonna mit den Tieren €49.610
Heinrich Nauen Stilleben mit Herbstblumen und Westerwälder ... €29.750
Heinrich Nauen Madonna mit den Tieren €24.000
Heinrich Nauen Garten mit Treibhausbeeten €19.040

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