Henri Matisse

Geburtsdatum/-ort

31. Dezember 1869, Le Cateau-Cambrésis, Frankreich

Todestag/-ort

3. November 1954, Nizza, Italien

Henri Matisse - Nadia au sourire enjoué
Henri Matisse - Nadia au sourire enjoué

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Henri Matisse Biografie

Henri Matisse ragte heraus: als Erneuerer der Kunst, Begründer des Fauvismus, Ikone der Moderne. Ihm gerecht zu werden ist schwer, wenn nicht unmöglich, die Kunstgeschichte bemüht sich bis heute vergeblich, alle Facetten des vielschichtigen Meisters zu erfassen.

Henri Matisse kam auf Umwegen zur Malerei

Henri Matisse wurde am 31. Dezember 1869 auf dem Bauernhof seiner Großeltern im französischen Le Cateau-Cambrésis geboren. Der Sohn eines Kaufmanns studierte zunächst Jura und arbeitete als Anwaltsgehilfe – gegen den Wunsch seines Vaters, der ihn als Nachfolger für das elterliche Geschäft vorgesehen hatte. Als ihn eine schwere Blinddarmoperation für ein Jahr ans Bett fesselte, vertrieb er sich die Zeit mit Malen und stellte fest, dass darin seine eigentliche Berufung lag. Also gab er seinen Brotberuf auf und besuchte in Paris die Académie Julian, später zusammen mit seinem Freund Albert Marquet auch die École des Beaux-Arts, wo der symbolistische Maler Gustave Moreau ihr Lehrer war. In Paris kopierte Matisse zu Übungszwecken berühmte Werke im Louvre, konnte erstmals fünf seiner Bilder ausstellen und zeugte mit einem seiner Modelle die vielgeliebte Tochter Marguerite, die er auch später nach der Heirat mit einer anderen Frau in seine Familie aufnahm. Der australische Maler John Peter Russell machte Henri Matisse während eines Urlaubs in der Bretagne mit dem Impressionismus vertraut und brachte ihm das Werk Vincent van Goghs nahe.

Als junger Wilder stürmte Matisse an die Spitze

Henri Matisse nutzte selbst seine Flitterwochen, um sich künstlerisch weiterzubilden und studierte in London die Arbeiten von William Turner. Großen Verehrung zollte er Paul Cézanne, dessen Bild Die drei Badenden er 1899 bei Ambroise Vollard erwarb. Das Werk bedeutete ihm so viel, dass er es auch in Zeiten größter finanzieller Not nicht veräußerte; erst 1936, als er längst eine etablierte Größe auf dem Kunstmarkt war, übergab er es dem Kunstmuseum im Petit Palais als Geschenk. Ab dem Jahr 1900 beschäftigte sich Henri Matisse verstärkt mit plastischen Arbeiten, formte unter Anleitung von Antoine Bourdelle Skulpturen, für die sich aber kaum jemand interessierte. Die wirtschaftlich immer schwieriger werdenden Verhältnisse zwangen ihn zu einer Tätigkeit als Dekorationsmaler, für die Weltausstellung 1900 in Paris gestaltete er Rahmenschmuck und Girlanden. Zeitweilig dachte er daran, die Malerei aufzugeben, doch die Verhältnisse besserten sich, als er gemeinsam mit seinen Freunden Maurice de Vlaminck und André Derain eine eigene Kunstrichtung entwickelte, die unter dem Namen Fauvismus weltberühmt wurde. Dabei war der Name eigentlich negativ gemeint, denn der streitbare Kunstkritiker Louis Vauxcelles wollte damit zum Ausdruck bringen, dass die jungen Maler sich bei ihrer Arbeit wie »wilde Tiere« (französisch Fauves) gebärdet hätten. Der Kunstsammler Leo Stein erwarb das besonders kritisierte Bild Frau mit Hut für 500 Francs und der Skandal wurde zum Erfolg, wenn auch die Künstler selbst die Bezeichnung als Fauvisten lange Zeit entschieden ablehnten.

Henri Matisse schrieb Kunstgeschichte bis zu seinem Tod

Leo Stein und seine Schwester Gertrude Stein förderten Henri Matisse auch weiterhin gegen die vorherrschende Ablehnung in der Kritik und machten ihn in ihrem Salon mit Pablo Picasso bekannt, mit dem Matisse fortan an in rivalisierend-respektvoller Freundschaft verbunden blieb. Als äußerst anregend erwies sich eine Algerienreise, von der Matisse zahlreiche typisch orientalische Objekte wie Keramiken und Stoffe mitbrachte, die ihm als gern genutzte Vorlagen dienten. Auf Betreiben der Geschwister Stein sowie Oskar Moll, Hans Purrmann und Marg gründete er 1908 die Académie Matisse, die jungen Künstlern eine gewollt klassische Ausbildung bieten wollte. Zur selben Zeit begann er, sich großformatigen Wandgemälden zu widmen. Als sein Meisterstück betrachtete Henri Matisse selbst die von ihm gestaltete Rosenkranzkapelle in Vence, auf die mitunter als »Chapelle Matisse« referiert wird. Schwer erkrankt wandte er sich in seinen letzten Jahren Scherenschnitten zu, die mit ihrer eleganten Ornamentik und ausgeprägten Farbigkeit als ein später Höhepunkt seines umfangreichen Schaffens gelten.

Henri Matisse starb am 3. November 1954 in Nizza.

© Kunsthaus Lempertz

Henri Matisse Preise

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