Keetman, Peter

Geburtsdatum/-ort

27. April 1916 in Elberfeld

Todestag/-ort

8. März 2005 in Marquartstein in Bayern

Peter Keetman - SPRUNGTURM
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Peter Keetman leistete als junger Wilder der deutschen Nachkriegsfotografie einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung einer modernen fotografischen Formsprache. Mit Originalität und Mut zur Innovation erschloss er ein neues Bild der Wirklichkeit und verband unterschiedliche Strömungen zu einer zukunftsweisenden künstlerischen Perspektive.

Peter Keetman - Studium der Fotografie, Kriegsdienst und erste praktische Erfahrungen

Peter Keetman wurde am 27. April 1916 in Elberfeld, heute zu Wuppertal gehörig, geboren. Als Sohn eines Konsuls und Bankdirektors wuchs er in behüteten Verhältnissen auf und konnte es sich erlauben, ein Interesse an einem so kostspieligen Hobby wie der Fotografie zu entwickeln. Bereits 1926, im Alter von zehn Jahren, erhielt er seine erste Kamera als Geschenk. Von 1935 bis 1937 studierte Peter Keetman an der Bayerischen Staatslehranstalt für Lichtbildwesen, im Anschluss arbeitete er als Assistent bei der Porträtfotografin Gertrud Hesse in Duisburg und bei dem Industriefotografen Carl Heinz Schmeck in Aachen. Während des Zweiten Weltkriegs musste er bei den Eisenbahnpionieren dienen und erlitt eine schwere Verletzung, verbunden mit dem Verlust des linken Beins, die ihm 1944 eine vorzeitige Heimkehr ermöglichte. Unmittelbar nach seiner Rekonvaleszenz kehrte Peter Keetman an die Bayerische Staatslehranstalt für Lichtbildwesen zurück, wo er jetzt der Meisterklasse angehörte. 1948 konnte er unter Adolf Lazi an der Kuration der Ausstellung Die Photographie 1948 im Landesmuseum von Stuttgart mitwirken.

Schnell wachsende nationale und internationale Bekanntheit

Peter Keetman entwickelte bald ein progressives Verständnis der Fotografie und suchte nach neuen künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten für das Medium. Vor diesem Hintergrund beteiligte er sich 1949 an der Gründung der avantgardistischen Fotografen-Vereinigung fotoform; neben ihm gehörten Otto Steinert, Siegfried Lauterwasser, Toni Schneiders und Wolfgang Reisewitz zu den treibenden Kräften. Insbesondere die von Otto Steinert initiierte und vorangetriebene Subjektive Fotografie, bei der ein künstlerischer Ausdruck ganz dezidiert im Fokus stand, regte Peter Keetman zu zahlreichen bemerkenswerten und wegweisenden Arbeiten an, die einen prägenden Einfluss auf die Entwicklung der künstlerischen Fotografie ausübten. In den 1950er-Jahren gehörten die fotografischen Arbeiten Peter Keetmans zu den unverzichtbaren Beiträgen in sämtlichen wichtigen deutschsprachigen Fotozeitschriften, bald wurden auch internationale Magazine auf den Künstler aufmerksam. Zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit kam es in dieser Zeit auch mit dem Grafiker

Meilen- und Markstein der modernen Fotografiegeschichte

Peter Keetman steht mit seinem Werk beispielhaft für die moderne Fotografie im Deutschland der Nachkriegsjahre. Der Künstler selbst verstand die Fotografie als ein Schlüssel zu den Gesetzen und Schönheiten der Welt, die ihm auf andere Weise verborgen geblieben wären. So aber habe er sich mit seiner Kunst in ungeahnte Tiefen der Ästhetik und des Verständnisses vortasten können. Seine Motive speisten sich aus Natur, Architektur, Mensch und Industrie. Besondere Bekanntheit erlangte eine umfassende Bilderserie über das Volkswagen-Werk in Wolfsburg. Mit eigenwillig gewählten Bildausschnitten und innovativen Perspektiven gelang dem Künstler eine spektakuläre fotografische Dokumentation über die Produktion des berühmten VW-Käfers. Für seine Kunst erhielt Peter Keetman Preise und Auszeichnungen, darunter 1981 die David-Octavius-Hill-Medaille und 1991 den Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie.

Peter Keetman starb am 8. März 2005 in Marquartstein in Bayern. Seine ältere Schwester war die Komponistin Gunild Keetman. Aus Anlass seines 100. Geburtstages wurde der Kunstfotograf 2016 mit einer umfassenden Retrospektive des Essener Folkwang-Museums und der Stiftung F. C. Gundlach geehrt.

© Kunsthaus Lempertz

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