Dahmen, Karl Fred

Geburtsdatum/-ort

1917 Stolberg

Todestag/-ort

1981 Preinersdorf

Karl Fred Dahmen

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Für Karl Fred Dahmen war Kunst immer auch Konflikt, den er mit quälender Ernsthaftigkeit und großer Dynamik austrug. Oft künden seine Werke von der inneren Zerrissenheit des Künstlers, die mit der äußeren Zerrissenheit der ihn umgebenden Bergbaulandschaft korrespondierte.

Karl Fred Dahmen - Künstler aus Berufung, Soldat wider Willen

Karl Fred Dahmen wurde am 4. November 1917 in Stolberg nahe Aachen geboren. Seine schon früh erkannte künstlerische Begabung führte 1931 zu dem Besuch der Aachener Kunstgewerbeschule, die allerdings bereits zwei Jahre später geschlossen wurde, worauf Dahmen kurzerhand eine Lehre als Gebrauchsgrafiker begann. Gleichzeitig arbeitete er als freischaffender Künstler, bis er im Jahr 1938 zum Arbeitsdienst zwangsverpflichtet wurde. Den Zweiten Weltkrieg verbrachte Karl Fred Dahmen großenteils als Kradmelder in Frankreich und auf dem Balkan- und Russlandfeldzug. Als moderner Künstler fiel es ihm nicht nur wegen der Kriegswirren schwer, seinen künstlerischen Ambitionen weiter nachzugehen, trotzdem gab er das Malen auch in dieser gefährlichen Zeit nicht auf. Die so entstandenen Arbeiten schickte er nach Hause zu seiner Frau Martha Ursula, genannt »Usch«, die er 1940 geheiratet hatte. 1941 kam auch der gemeinsame Sohn Volker zur Welt, dessen erste Jahre Karl Fred Dahmen nicht miterleben konnte, weil er in Kriegsgefangenschaft geriet, aus der er erst 1945 wieder entlassen wurde.

Intensive Auseinandersetzung mit der gegenstandlosen Kunst

Nach dem Krieg bestand Karl Fred Dahmen zwar die Aufnahmeprüfung für die Düsseldorfer Kunstakademie, fühlte sich dort jedoch bald fehl am Platze und kehrte der Schule den Rücken, um als freischaffender Künstler zu arbeiten. Als Auftragsarbeiten fertigte er in den Folgejahren Porträts und Landschaftsbilder an. 1946 bekam er seine erste Einzelausstellung im Aachener Surmondt-Museum. Während einiger Reisen nach Paris kam Karl Fred Dahmen ab 1948 mit der französischen Kunstszene in Berührung, was zu einer intensiven Beschäftigung mit der gegenstandlosen Kunst führte. Trotz seines großen Engagements sah er sich gezwungen, von 1954 bis 1959 an einer Privatschule als Zeichenlehrer zu arbeiten, um seine Familie zu ernähren. In den folgenden Jahren widmete sich Karl Fred Dahmen verstärkt dem Informel und bezog zahlreiche reliefartige Elemente in seine Kunst ein. Schon bald erhielt Karl Fred Dahmen Preise und Auszeichnungen für seine Kunst, 1958 würdigte man ihn mit der Goldmedaille für abstrakte Kunst in der Schweiz.

Inspirierende Landschaften und plastische Objektkästen

Eine enge und intensive Beziehung pflegte Dahmen zu der Landschaft in seiner Umgebung. Sein jeweiliger Aufenthalt in Stolberg und im Chiemgau hinterließ deutliche Spuren in seiner künstlerischen Arbeit. Insbesondere das vom Braunkohleabbau schwer gezeichnete Stolberger Land blieb für viele Jahre ein immer ersichtliches Thema. Charakteristisch für Dahmen wurden die sogenannten Objektkästen, die er aus seinen Montagebildern heraus entwickelte. Die verschiedensten Materialien arrangierte der Künstler in Kästen aus Holz; bei den verwendeten Komponenten handelte es sich mitunter um willkürliche Fundstücke, defekte Elektronikteile, leere Eierkartons oder getragene Korsagen. Eine ganz andere Richtung empfing seine Kunst in der sanften, beschaulichen Idylle des Chiemgaus, die sehr viel ruhigeren und ausgewogeneren Kompositionen führte. Im Herbst seines Lebens unternahm der Künstler noch eine Reise in die Südstaaten der USA. Unter dem Eindruck der dort vorherrschenden trockenen und kargen Landschaft entstanden die sogenannten »Furchbilder«, von horizontalen Furchen durchzogene beinahe monochrome Gemälde. Karl Fred Dahmen starb am 12. Januar 1981 in Preinersdorf an den Folgen einer Krebserkrankung.

© Kunsthaus Lempertz

Karl Fred Dahmen Preise

KünstlerKunstwerkPreis
Karl Fred DahmenOhne Titel€12.200
Karl Fred DahmenNur eine weiße Wand€11.900
Karl Fred DahmenHeraldische Komposition€11.900
Karl Fred DahmenFurchenbild Ocker-Licht€11.400
Karl Fred DahmenBremer Brief€11.305
Karl Fred DahmenFurchenbild-Blau I€10.370

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