Georges Braque - Le moulin à café
Georges Braque - Le moulin à café

Braque, Georges

Geburtsdatum/-ort

13. Mai 1882 in Argenteuil

Todestag/-ort

31. August 1963 in Paris

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Georges Braque begründete gemeinsam mit Pablo Picasso den Kubismus und schuf damit eine der bedeutendsten Kunstrichtungen der Moderne. Der französische Maler, Grafiker und Bildhauer, der seine Laufbahn im Fauvismus begonnen hatte, entwickelte sich aber beständig weiter und fand schließlich jenseits des Kubismus einen späten eigenen Stil.

Georges Braque - Früher Umgang mit den Fauves

Georges Braque wurde am 13. Mai 1882 in Argenteuil geboren. Der Sohn eines Dekorationsmalers sollte in die Fußstapfen seines Vaters treten und erhielt deshalb früh eine entsprechende Ausbildung. Ein künstlerisches Interesse an der Malerei motivierte den zusätzlichen Besuch von Abendkursen in der École des Beaux-Arts, weitere Studien an der Académie Humbert in Paris schlossen sich an. Dort machte Georges Braque auch die Bekanntschaft der Dichter und Maler Marie Laurencin und Francis Picabia. Anlässlich seiner Teilnahme am XXII. Salon des Indépendants lernte er außerdem die Künstler André Dreain, Albert Marquet und Henri Matisse kennen. Othon Friesz machte Georges Braque mit den Fauves bekannt, denen er sich zeitweilig verbunden fühlte. Eine Retrospektive des 1906 verstorbenen Paul Cézanne im Rahmen des »Salon d'Automne« machte auf den jungen Maler großen Eindruck und übte auf die weitere künstlerische Entwicklung von Georges Braque sowie seinen Weg hin zum Kubismus unbestreitbaren Einfluss aus. Die entscheidende Weichenstellung hierfür war aber die Bekanntschaft mit Picasso.

Fruchtbare Freundschaft mit Pablo Picasso

Georges Braque besuchte im Dezember 1907 an der Seite des wirkmächtigen Lyrikers, Journalisten und Kunstkritikers Guillaume Apollinaire das Atelier von Pablo Picasso, der im Sommer dieses Jahres sein epochemachendes Werk Les Demoiselles d'Avignon beendet hatte. Der Anblick dieses Bildes stellte Braques Kunstverständnis auf den Kopf und führte zu einer neuen Schaffensphase sowie einer engen Freundschaft mit Picasso. Es entstand in der Folge einer der wenigen Akte im Œuvre Georges Braques, aber das besagte Bild Großer Akt (Grand nu) provozierte aufgrund der unüblichen deformierten Gestaltung der dargestellten Frau bei überforderten Betrachtern wie der feministischen Autorin Inez Haynes Irwin und dem amerikanischen Schriftsteller Gelett Burgess Ekel und Ablehnung. Für Braques war diese Art der Darstellung jedoch unverzichtbar, denn seiner Auffassung nach fehlte es der Malerei an Möglichkeiten, die natürliche Schönheit der Frau unverfälscht und angemessen wiederzugeben. Es bedurfte einer künstlerischen Interpretation, und die Suche nach entsprechenden Ausdrucksmöglichkeiten führte Georges Braques und seinen Freund Picasso schließlich zum Kubismus.

Gründer und Hauptmeister des Kubismus

Georges Braque stand Picasso zeitweise so nahe, dass beider Werke auffällige Überschneidungen aufwiesen, die von der zeitgenössischen Kritik mit Argwohn aufgenommen wurden. Dabei öffneten sich beide Künstler den thematischen Schwerpunkten des anderen: Braque wandte sich nun auch der menschlichen Figur zu, während sich Picasso der Darstellung von Landschaften öffnete. Großen Anteil am Erfolg der beiden Maler hatte der Galerist Daniel-Henry Kahnweiler, der mit seinem Engagement bald zum wichtigsten Förderer des Kubismus wurde. Braque löste sich zunehmend vom analytischen Kubismus und entwickelte sich hin zum synthetischen Kubismus, bei dem er mit Collagen arbeitete, in die er plastische Elemente wie Sand und Papier integrierte. Am Ersten Weltkrieg nahm Georges Braque als Feldwebel teil und zog sich dabei eine schwere Verletzung zu, die ihn längere Zeit an der Ausübung seiner künstlerischen Tätigkeit behinderte. Nach einer langen Rekonvaleszenz war der Kontakt zu Picasso vollkommen abgebrochen. Braque verkehrte jetzt mit dem spanischen Maler Juan Gris und dem Bildhauer Henri Laurens und entfernte sich weitgehend von der Malweise des Kubismus, die er selbst so maßgeblich geprägt hatte.

Neue Stilfindung und internationale Erfolge

Georges Braque griff in seiner letzten Werkphase nach seinem Stilwechsel vermehrt auf figurative Elemente zurück, feierte aber unverändert große Erfolge. Wichtig wurde für ihn das Motiv eines großen weißen Vogels, den er schon früher einmal in den Mittelpunkt eines Gemäldes gestellt, dieses dann aber selbst zerstört hatte. In seinen Atelierbildern greifen Raum und Gegenstände ineinander und bilden ein faszinierendes Geflecht. Braque schuf die Deckengemälde für die Etruskische Galerie im Louvre, Glasfenster für zwei Kirchen in Varengeville und nahm dreimal an der Documenta in Kassel teil – die letzte Teilnahme geschah postum. In den 1950er Jahren reichte sein Ruhm bis in die USA und bis heute gilt er als bedeutendsten Wegbereiter der Moderne.

Georges Braque starb am 31. August 1963 in Paris.

© Kunsthaus Lempertz

Georges Braque Preise

Künstler Kunstwerk Preis
Georges Braque Le moulin à café €1.090.200
Georges Braque Si je mourais là-bas €22.320
Georges Braque Les amaryllis €20.650
Georges Braque Vol de nuit (oiseau XII) €18.300
Georges Braque Vol de nuit (Oiseau XII) €15.470
Georges Braque Oiseau sur fond carmin (Oiseau XIV) €14.875

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